Russland plant, ab Sommer 2026 ausländische Kryptowährungsbörsen zu blockieren, um die jährlich 15 Milliarden US-Dollar an Transaktionsgebühren im Inland zu halten.

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Die russische Regierung beschleunigt ihre Regulierung im Bereich der Kryptowährungen und plant, ab Sommer 2026 die Zugänglichkeit für im Ausland registrierte Krypto-Börsen durch technische Blockaden zu beschränken. Ziel ist es, den Handel auf regulierte lokale Plattformen zu lenken, um jährlich bis zu 15 Milliarden US-Dollar an Gebühren zu behalten und Kapitalabflüsse zu verringern.
(Vorheriger Kontext: Verzicht auf Dollar-Abkehr? Russland erwägt „Rückkehr ins US-Dollar-Abrechnungssystem“ im Austausch für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA und Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine)
(Hintergrund: Russland verbietet Telegram „Dateien und Videos zu versenden“! Forderung nach Eliminierung der Anonymität, TON-Ökosystem steht vor Herausforderungen)

Die russische Regierung treibt aktiv ein neues Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen voran, das voraussichtlich ab Sommer 2026 die Zugänglichkeit für nicht registrierte ausländische Krypto-Börsen-Websites einschränken wird. Ziel ist es, Kryptowährungshandel auf im Inland regulierte Plattformen zu lenken, um Kapitalflucht zu reduzieren und die Finanzaufsicht zu stärken. Expertenanalysen zufolge betrifft diese Maßnahme nicht nur technische Blockaden, sondern spiegelt auch den wirtschaftlichen Wunsch Russlands wider, im Bereich digitaler Vermögenswerte eine größere Kontrolle zu erlangen.

Tägliches Handelsvolumen ist enorm, überwiegend ins Ausland fließend

Die russischen Behörden schätzen, dass das tägliche Kryptowährungshandelsvolumen mit russischer Beteiligung derzeit bei etwa 50 Milliarden Rubel liegt, wobei der Großteil der Aktivitäten auf ausländischen Plattformen außerhalb der russischen Regulierung stattfindet. Dies führt zu erheblichen Gebühren- und Kapitalabflüssen ins Ausland, was die Integrität des nationalen Finanzsystems beeinträchtigt. Daher plant die Regierung, im Frühjahr dieses Jahres die Gesetzgebung zu beschleunigen, um die rechtliche Grundlage für den Aufbau einer inländischen Krypto-Infrastruktur zu schaffen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Moskauer Börse, Sergei Shvetsov, schätzt, dass russische Händler jährlich bis zu 15 Milliarden US-Dollar an Gebühren an globale Krypto-Börsen zahlen. Mit Inkrafttreten der neuen Vorschriften könnten inländische Handelsplattformen die Möglichkeit erhalten, umfassend im Kryptowährungsbereich tätig zu werden und diese beträchtlichen Einnahmen zu sichern. Beamte sind der Ansicht, dass die Konzentration der Handelsaktivitäten auf lizenzierte lokale Plattformen nicht nur Kapital im Land halten, sondern auch die Effizienz der Finanzaufsicht verbessern und ungeordnete Kapitalflüsse verhindern kann.

Erwartete Durchsetzung und die Rolle von Roskomnadzor

Sollten die Blockadenmaßnahmen umgesetzt werden, wird die russische Bundesbehörde für Massenkommunikation, Informations-Technologie und Massenmedien, Roskomnadzor, wahrscheinlich die Schlüsselrolle bei der Durchsetzung spielen. Experten prognostizieren, dass die Behörde technologische Mittel wie DNS-Filtering einsetzen könnte, um den Zugriff auf im Ausland registrierte Börsen zu beschränken. Der Senior-Analyst bei Bestchange.ru, Nikita Zuborev, meint, dass mit der offiziellen Aktivierung der inländischen Krypto-Infrastruktur das Blockieren ausländischer Plattformen eine sehr wahrscheinliche Entwicklung ist, ähnlich wie es Weißrussland bereits umgesetzt hat.

Trotz der klaren politischen Richtung warnen jedoch mehrere Experten, dass eine vollständige technische Blockade des Zugriffs auf ausländische Plattformen äußerst schwierig ist. Nutzer könnten VPNs, P2P-Handel oder dezentrale Plattformen nutzen, um die Beschränkungen zu umgehen. Dies könnte dazu führen, dass bestimmte Aktivitäten in weniger transparente Kanäle abwandern, was das Risiko von Betrug und regulatorischen Lücken erhöht. Juristen weisen zudem darauf hin, dass strenge Kontrollen den Markt nicht sofort „formalisiert“ machen, sondern vielmehr vorsichtig auf mögliche Nebenwirkungen geprüft werden sollten.

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