Kürzlich hat der Bitcoin-Markt eine anhaltende Korrektur erlebt, die seit Oktober letzten Jahres andauert. Der Preis fiel vom historischen Hoch von 126.000 USD auf etwa 62.800 USD, was einem Rückgang von fast 50 % entspricht. Laut den neuesten Marktdaten befinden sich derzeit etwa 45 % des im Umlauf befindlichen Bitcoin-Angebots in unrealisierten Verlusten, was objektiv den Druck auf die Vermögenswerte der meisten Investoren widerspiegelt. Anders als bei früheren Panikverkäufen zeigt der aktuelle Abwärtstrend eine langsame Abwärtsbewegung. Investoren verlieren bei jedem Kauf, was die Preispsychologie der Käufer strukturell beeinflusst.
Wie man beim Kauf immer Verluste macht – Bitcoin fällt langsam, Investoren werden psychologisch schwer getroffen
Marktdaten zeigen, dass etwa 9 Millionen Bitcoin (rund 45 % des Gesamtangebots) zu einem höheren Durchschnittspreis als dem aktuellen Kurs gehalten werden. Bei den jüngsten Tiefstständen lag dieser Anteil sogar bei fast der Hälfte des Angebots. In den ersten 22 Handelstagen im Februar verzeichnete man 19 Tage mit „Net Realized Losses“ (Netto-realisiertem Verlust). Dieses Phänomen zeigt, dass der Markt keinen schnellen Abverkauf im Sinne eines „Capitulation“ (Kapitulierung) erlebt, sondern in einer langsamen Abwärtsbewegung gefangen ist. Dies führt zu einer vorsichtigeren Haltung der Investoren, wobei jede kurzfristige Erholung von Teilen der Halter als „Liquiditätsereignis“ (Liquidity Event) interpretiert wird, was die Erholungsdynamik und das Aufwärtspotenzial des Marktes insgesamt unterdrückt.
Spot-ETF-Mittelbewegung und Kostendruck
Seit Anfang dieses Jahres haben US-Spot-Bitcoin-ETFs netto fast 3 Milliarden USD an Kapital verloren. Die Daten zeigen, dass die durchschnittlichen Einstiegskosten dieser ETF-Investoren bei etwa 83.956 USD liegen, was bedeutet, dass diese Gruppe derzeit durchschnittlich etwa 23 % im Verlust ist. Die bisher den Preis treibende Kapitalzufuhr in ETFs kehrt sich nun um, was widerspiegelt, dass Investoren, die über traditionelle Finanzinstrumente beteiligt sind, in dieser Korrektur eine defensivere Asset-Allokation vornehmen. Obwohl die Gesamtbestände der ETFs im Vergleich zum Höchststand nur moderat um 6 % gefallen sind, bleibt dieser potenzielle Druck im Kontext der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten eine Variable, die das Marktumfeld weiterhin beobachten muss.
(13F-Institutionen verkaufen im Q4 mehr als 25.000 BTC-ETFs)
Veränderungen bei Großinvestoren und Verteilungsdruck
Neben Privatanlegern und institutionellen Mitteln zeigen auch sogenannte „Wale“ – große Bitcoin-Halter – in letzter Zeit eine Netto-Verkaufsposition. Laut Glassnode haben diese großen Akteure in der vergangenen Woche über 43.000 Bitcoin verkauft. Analysten weisen darauf hin, dass dieser Rebound mit Verkaufsdruck einhergeht und den Markt in eine Phase des „Distributionsdrucks“ (Verteilungsdruck) versetzt. Frühere Großinvestoren, die zu niedrigen Kosten eingestiegen sind, oder Investoren, die auf hohem Niveau gekauft haben, nutzen die Preissteigerung, um ihre Positionen anzupassen. Dies verändert die Kaufbasis des Marktes weiter und führt dazu, dass potenzielle Käufer, die ursprünglich einen Aufwärtstrend antreiben sollten, kurzfristig risikomanagementorientierte Strategien verfolgen.
Bitcoin-Preis könnte bei 54.900 USD Unterstützung finden
Laut Glassnode-Daten hat Bitcoin nach dem Unterschreiten des realen Marktmittelwerts von etwa 79.000 USD (True Market Mean, grüne Linie im Diagramm) eine defensive Marktstruktur entwickelt. Dennoch erhält der Kurs Unterstützung im Nachfragebereich zwischen 60.000 und 69.000 USD, was die jüngsten Verkaufswellen effektiv absorbiert hat.
Ohne unerwartete makroökonomische Katalysatoren stellen der echte Marktmittelwert von 79.000 USD und der realisierte Preis von 54.900 USD (Realized Price, blaue Linie im Diagramm) die wichtigsten mittelfristigen Widerstands- und Unterstützungsniveaus dar.
Dieser Artikel „Bitcoin fällt langsam, wie man beim Kauf immer Verluste macht, was die Kaufbereitschaft der Käufer schwächt“ wurde zuerst bei Chain News ABMedia veröffentlicht.
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