Laut Berichten südkoreanischer Medien hat die Gwangju District Prosecutors Office alle zuvor „verlorenen“ 320,8 Bitcoin verkauft, was eine Auszahlung von 31,6 Milliarden Won (etwa 21,5 Millionen US-Dollar) ergab, und diese vollständig in die Staatskasse eingezahlt. Diese Bitcoins wurden ursprünglich von der Gwangju Staatsanwaltschaft zwischen 2018 und 2021 bei Durchsuchungen gegen eine illegale grenzüberschreitende Glücksspielplattform beschlagnahmt. Das Plattformunternehmen versuchte, durch die Umwandlung von Schwarzgeld in Kryptowährungen der Verfolgung zu entgehen, wurde jedoch letztlich vom Gericht aufgedeckt. Doch im Jahr 2025 kam es zu einem unerwarteten Zwischenfall: Ein Beamter, der die beschlagnahmten Bitcoins verwaltete, klickte versehentlich auf eine „Phishing-Website“, was dazu führte, dass das Wallet von Hackern ausgeraubt wurde. Erschreckenderweise wurde dieser Diebstahl erst im Dezember desselben Jahres entdeckt. Doch das Ereignis nahm letzten Monat eine dramatische Wendung – die Hacker gaben die 320,8 Bitcoins „widerwillig“ zurück und kehrten sie vollständig in die Kryptowallets der koreanischen Behörden zurück. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie die Hacker zur Rückgabe zwingen konnten, weil sie vor der Rückgabe alle möglichen Veräußerungskanäle des Wallets blockiert hatten, sodass die Hacker selbst mit Goldbarren keine Spuren verwischen konnten. Laut einem Bericht der Chosun Ilbo vom Dienstag ergriff die Gwangju Staatsanwaltschaft nach der Rückerlangung der Vermögenswerte keine Nachlässigkeit und verkaufte die Bitcoins in mehreren Tranchen zwischen dem 24. Februar und dem 6. März innerhalb von 11 Tagen. Obwohl die beträchtliche Summe erfolgreich zurückgeholt wurde, sind die Hintermänner der Hacker bis heute unauffindbar, und die südkoreanischen Behörden betonen, dass sie die Sache weiterhin verfolgen werden. Nach dem Vorfall in Gwangju startete die südkoreanische Regierung eine landesweite Untersuchung. Dabei wurde festgestellt, dass 22 Bitcoins, die seit 2021 im Cold Wallet der Seoul Gangnam Police Station aufbewahrt wurden, spurlos verschwunden sind. Da das physische Wallet nicht gestohlen wurde, wird nun geprüft, ob interne Personen beteiligt sein könnten. Außerdem geriet die südkoreanische Steuerbehörde kürzlich in die Kritik, weil sie in einer Pressemitteilung das Mnemonik-Passwort preisgab. Kurz nach Bekanntwerden wurden 4 Millionen PRTG-Token mit einem theoretischen Wert von 4,8 Millionen US-Dollar auf eine unbekannte Adresse transferiert.