Bitcoin oder Gold? Der Stratege meint, es sei ein Glücksspiel zwischen Trumps Erfolg und dem Scheitern der USA

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Der Streit zwischen Bitcoin und Gold ist in den letzten Monaten intensiver geworden, da Investoren das Risiko von Inflation neu bewerten und die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik einschätzen.

Laut einem Marktexperten liegt der Unterschied zwischen den beiden Vermögenswerten jedoch nicht nur darin, dass sie Portfolios gegen Risiken absichern. Er sieht darin ein viel größeres Problem: eine Wette auf den Entwicklungspfad der US-Wirtschaft.

Bitcoin vs. Gold: Zwei Vermögenswerte, zwei Zukunftsvisionen für die USA

In einem kürzlichen Artikel beschrieb James E. Thorne, Market Strategist bei Wellington-Altus, Bitcoin und Gold als gegensätzliche Optionen hinsichtlich der Ausrichtung der US-Wirtschaft.

„Zur Klarstellung: Bitcoin ist ein Wetteinsatz auf den Erfolg von Trump. Gold ist ein Wetteinsatz auf das Scheitern der USA“, schrieb Thorne.

Laut Thorne hat Gold seine traditionelle Rolle als Schutz gegen Inflation oder Marktschwankungen verlassen. Er ist der Ansicht, dass die steigende Nachfrage nach Gold derzeit das zunehmende Misstrauen gegenüber „Trumps wirtschaftlicher Revolution“ und die Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger widerspiegelt, eine überschuldete Wirtschaft zu reformieren.

Thorne argumentiert, dass die Investoren, die in Gold flüchten, im Grunde auf eine Fortsetzung des expansiven Geldsystems, die Anhäufung von Schulden und die Schwächung des Währungswertes setzen.

„Dies ist das Bekenntnis der älteren Generation, dass es nur einen Ausweg aus der Überheblichkeit der Verschuldung gibt: Geld drucken, den Währungswert schwächen und hoffen, dass die Party weitergeht“, kommentiert er. „Trump, Bessent und Warsh schlagen einen anderen Weg vor: die Reform der Fed, das Ende der Zinszahlungen auf Reservehaltung, das Einstellen der Zinszahlungen an Banken für Bargeldhaltung und die Rückführung von Kapital aus passiven Anlagen in Staatsanleihen in die Realwirtschaft, wo es Werte schaffen kann.“

Im Gegensatz dazu sieht Thorne Bitcoin als eine „Spekulationsflagge des Erfolgs“. Er glaubt, dass Bitcoin ein digitales Wetteinsatz ist, basierend auf der Überzeugung, dass klare Regulierungsvorschriften für den Kryptowährungsbereich, einschließlich der vorgeschlagenen CLARITY-Gesetzgebung, zusammen mit umfassenderen politischen Änderungen, die USA zum globalen Zentrum für Kryptowährungen machen werden.

In diesem „zwei Wege“-Zukunftsbild symbolisiert Gold Skepsis gegenüber der Fähigkeit der USA, den zunehmenden finanziellen Druck zu überwinden, während Bitcoin das Vertrauen widerspiegelt, dass Wachstum durch Reformen die Schuldenlast verringern kann.

„Wenn Trumps Programm erfolgreich ist, wenn Wachstum, Deregulierung und Kapitalumlenkung beginnen, die tatsächliche Schuldenlast zu verringern, anstatt sie aufzublähen, wird die Wall Street ihre Zielsetzung neu definieren: Kredite für Bauherren statt Gewinn durch Anleihenvergabe. Dann werden diejenigen, die Gold als Symbol des Niedergangs sehen, eine harte Erkenntnis erleben: Der sichere Hafen wird zu einem glänzenden, unbeweglichen Symbol eines großen Irrtums – dass Amerika scheitert, sobald seine Führer versuchen, es zum Erfolg zu führen“, so Thorne.

Bitcoin: Die Frage nach dem sicheren Hafen wird gestellt

Diese Einschätzungen wurden vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs des Goldpreises trotz makroökonomischer Unsicherheiten gemacht, während Bitcoin erhebliche Kursverluste verzeichnete, was die Debatte um seine Rolle als Wertspeicher neu entfacht.

Trader Ran Neuner äußerte kürzlich Zweifel an der Fähigkeit von Bitcoin, in Krisenzeiten als sicherer Hafen zu fungieren.

„Zum ersten Mal nach 12 Jahren stelle ich die These in Frage, dass Bitcoin ein sicherer Hafen ist“, sagte er. „Wir haben um die Zulassung eines ETFs gekämpft. Wir haben um den Zugang für Institutionen gekämpft. Wir wollten, dass es ins System integriert wird. Jetzt ist es da. Es gibt nichts mehr zu kämpfen.“

Neuner argumentiert, dass wirtschaftliche Spannungen wie Handelskonflikte, Währungsschwankungen und Finanzunsicherheiten eine harte Probe für die Geschichte von Bitcoin als sicheren Hafen darstellen. Doch in diesen Phasen scheinen die Investoren eher in Gold als in Bitcoin zu flüchten.

Mit der Zulassung von ETFs und der Erweiterung institutioneller Investitionskanäle ist der Zugang zu Bitcoin kein großes Hindernis mehr. Das eliminiert den langjährigen Grund, warum Bitcoin in Stressphasen als ineffizient galt.

Außerdem weist er auf die begrenzte Beteiligung privater Anleger und die rückläufige Spekulationsmotivation im Vergleich zu früheren Zyklen hin. Das bedeutet nicht, dass die Bitcoin-Struktur zusammenbricht, aber es wirft die Frage auf, ob die Investitionsthese für Bitcoin noch so klar und attraktiv ist wie zuvor.

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