• Der Internationale Währungsfonds erklärte, dass „viele Stablecoins keine echte Unabhängigkeit vom US-Dollar besitzen und zu privaten Dollar-Systemen werden könnten.“
• Der IWF warnte, dass die „globale Akzeptanz von dollargebundenen Stablecoins die geldpolitische Kontrolle der Zentralbanken untergraben könnte.“
Der Internationale Währungsfonds veröffentlichte einen Bericht, der die Unabhängigkeit von Stablecoins vom traditionellen Fiat-System in Frage stellt. Der IWF stellte fest, dass nahezu alle großen Stablecoins weiterhin an den US-Dollar gebunden sind und auf kurzfristige Dollarinstrumente angewiesen sind. Viele Stablecoin-Emittenten halten große Mengen an US-Staatsanleihen, um ihre Stablecoin-Verbindlichkeiten zu sichern. Dies deutet darauf hin, dass Stablecoins lediglich Dollar-Kanäle sind und keine Dollars im globalen Finanzsystem verdrängen.
Der IWF erklärte, dass das Stablecoin-Phänomen sich zu einem „privaten Dollar-Lagerhaus“-System entwickeln könnte. Es wurde angemerkt, dass Stablecoins zu einem System werden könnten, das Dollars in einer Weise verteilt, die nicht Teil des traditionellen Bankensystems ist. Der IWF äußerte, dass dies die Fähigkeit der Zentralbanken, die Geldmenge zu steuern, erschweren könnte. In Ländern mit schwachen Währungen könnte die Nutzung von Stablecoins die lokale Währung ersetzen.
Der aktuelle Marktwert der Stablecoins hat die Gesamtsumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar übertroffen. Die führenden Stablecoins, die an den US-Dollar gekoppelt sind, sind USDC und USDT. Der IWF identifizierte grenzüberschreitende Transaktionen mit Stablecoins als einen zunehmenden Kapitalfluss, der über den regulierten Rahmen hinausgeht.
Dieser Trend könnte die Maßnahmen zur Kapitalverkehrskontrolle und Deviseninterventionen beeinflussen. Die Analysten des IWF erklärten, dass die private Ausgabe von Stablecoins zur Fragmentierung der Zahlungssysteme ohne Interoperabilität führen könnte. Sie präzisierten weiter, dass die Nutzung von Stablecoins, die außerhalb des regulatorischen Rahmens operieren, die Risiken von Wechselkursschwankungen erhöhen könnte.
Traditionell verwenden Zentralbanken Änderungen des Leitzinses und Reserven, um Inflation und Liquidität zu steuern. Die Einführung von Stablecoins könnte die Weiterleitungseffekte dieser Instrumente schwächen. Der Einsatz dollargebundener Stablecoins in vulnerablen Märkten könnte zu einer Verringerung der Nutzung der lokalen Währungen führen. Die Studie des IWF zeigte, dass Stablecoins keine Einlagensicherung oder einen Lender of Last Resort besitzen. Dies könnte die Finanzstabilität in Stresszeiten erhöhen.
Der IWF forderte eine internationale regulatorische Zusammenarbeit, um einen gemeinsamen Regelrahmen zu schaffen. Ein einheitlicher Regelrahmen könnte helfen, die Innovationslücke zu schließen und die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Es könnte notwendig sein, eine engere Überwachung einzuführen, um sicherzustellen, dass Stablecoin-Flüsse ordnungsgemäß verfolgt werden.
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