CPI kühlt ab, Bitcoin steigt auf 69.000 USD, Luftwaffe verliert 360 Millionen! Aber der Angstindex bleibt bei 9: Ist der Marktboden nah?

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USA: Die Kerninflation im Januar auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren

Das US-Arbeitsministerium (BLS) veröffentlichte gestern Abend taiwanischer Zeit den Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar 2026, der deutlich unter den Markterwartungen lag:

  • Gesamter CPI: Jahresrate +2,4 % (erwartet +2,5 %), monatlich +0,2 % (erwartet +0,3 %)
  • Kern-CPI (ohne Lebensmittel und Energie): Jahresrate +2,5 %, niedrigster Wert seit März 2021; monatlich +0,3 %

Besonders hervorzuheben ist, dass die Kraftstoffpreise um 7,5 % im Jahresvergleich gefallen sind und somit maßgeblich die Gesamtinflation drücken. Dennoch sind die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Wohnkosten weiterhin höher als der Gesamt-CPI, was darauf hindeutet, dass die Inflation im Alltag der Verbraucher noch nicht spürbar nachgelassen hat.

Diese Daten stellen die gemäßigteste Inflationsentwicklung seit Mai 2025 dar, deutlich rückläufig gegenüber 2,7 % im Dezember. Die Märkte spekulieren nun, dass die Federal Reserve möglicherweise bereits im März eine Zinssenkung einleiten könnte.

Weiterführende Lektüre: Bitcoin-Rallye: „Inflation“ kehrt als Marktthema zurück


Bitcoin kurzfristig auf 69.190 USD gestiegen

Nach der CPI-Veröffentlichung stieg Bitcoin innerhalb weniger Stunden von etwa 66.000 USD auf 69.190 USD, ein Tagesplus von rund 4,8 %. Dieser Anstieg löste eine Massenliquidation von Short-Positionen aus.

Das gesamte offene Kontraktvolumen auf der Plattform überstieg 365 Millionen USD, wobei Bitcoin-Shorts mit 183 Millionen USD am stärksten betroffen waren. Zwischen 69.000 USD und 74.000 USD gibt es eine dichte Cluster von Short-Liquidationen. Ein Durchbruch in diese Zone könnte eine Kettenreaktion auslösen und die Aufwärtsdynamik beschleunigen.

Ob dies eine Trendwende bedeutet, ist fraglich. Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin kürzlich eine der größten realisierten Verlustphasen in der Geschichte durchlaufen hat, was darauf hindeutet, dass viele Investoren bei niedrigen Kursen Verluste realisiert haben.


ETH, SOL mit noch stärkeren Kursgewinnen, US-Aktien schließen weniger stark

Unter dem positiven Einfluss der CPI-Daten zeigten die führenden Kryptowährungen in den letzten 24 Stunden deutliche Kursgewinne:

  • Bitcoin (BTC): ca. 69.000 USD, +5 % in 24 Stunden
  • Ethereum (ETH): ca. 2.054 USD, +7 %
  • Solana (SOL): ca. 85 USD, +10 %

ETH und SOL legten deutlich stärker zu als Bitcoin, was die wiedergewonnene Risikobereitschaft widerspiegelt. Kapital fließt bei steigender Risikoneigung tendenziell schneller in Mid- und Small-Cap-Token. Allerdings ist SOL in der vergangenen Woche um etwa 18 % gefallen, ETH im Jahresvergleich um über 20 %, sodass die kurzfristige Erholung noch keine Trendwende im mittelfristigen Abwärtstrend darstellt.

An der US-Börse stiegen die Indizes zunächst durch die positiven CPI-Daten:

  • S&P 500: 6.836 Punkte (+0,62 %)
  • Nasdaq: 22.546 Punkte (+0,54 %)
  • Dow Jones: 49.500 Punkte (+0,42 %)

Am Ende des Tages wurden die Gewinne jedoch deutlich abgeflacht. Die Märkte zeigen eine „Hoch-Start, Tief-End“-Entwicklung, was auf anhaltende Sorgen über Überhitzung bei KI-Investitionen und Unsicherheiten bei Unternehmensgewinnen hindeutet.

Weiterführende Lektüre: Bitcoin – Steigen oder Fallen? Die wichtigsten Argumente im Überblick


Angstindex verharrt bei 9 – was sagt die Geschichte?

Trotz des kurzfristigen Kursanstiegs von fast 5 % bei Bitcoin verharrt der Crypto-Index für Angst und Gier seit zwei Tagen konstant bei 9, im Bereich „extreme Angst“. Diese Diskrepanz zwischen kurzfristiger Marktstimmung und emotionaler Lage ist historisch betrachtet ein Gegenindikator.

Im Juni 2022, während des Luna/Terra-Crashs, erreichte der Angstindex 6. Innerhalb von 18 Monaten stieg Bitcoin nach diesem Tief um über 300 %, und im Jahr 2024 wurden neue Höchststände erreicht. Bei FTX im November 2022 fiel der Index auf 12 – ebenfalls ein Zeichen für einen langfristigen Boden.

Aktuell lag der Index am 6. Februar bei einem Rekordtief von 5, stieg kurzzeitig auf 9. – basierend auf historischen Erfahrungen könnte sich der Markt in einer Phase des „größten Schmerzes“ befinden, doch eine Bodenbildung dauert meist Wochen bis Monate.


Zinssenkungserwartungen steigen, aber strukturelle Risiken bleiben bestehen

Die rückläufigen CPI-Daten öffnen die Tür für eine Zinssenkung durch die Fed. Das CME FedWatch-Tool zeigt eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März. Sollte die Fed tatsächlich in den kommenden Monaten eine Zinssenkungsrunde starten, würde dies risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen begünstigen.

Dennoch bestehen einige strukturelle Gegenwinde: Zum Beispiel fließt Kapital aus Bitcoin-ETFs ab. Bis Anfang Februar sind netto rund 690 Millionen USD aus physischen Bitcoin-ETFs abgezogen worden, was auf eine Zurückhaltung der institutionellen Investoren hindeutet. Zudem sind noch viele Hedging-Positionen im Derivate-Markt offen, was auf mangelndes Vertrauen in die aktuelle Erholung schließen lässt. Nicht zuletzt besteht Unsicherheit durch Trumps Zollerhöhungen und Handelsrisiken, die die positiven Effekte der Inflationssenkung möglicherweise ausgleichen.

Dies sind keine Anlageempfehlungen.

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