Der Bitcoin-Preis ist in den letzten 24 Stunden deutlich gefallen und hat zeitweise die Marke von 71.000 US-Dollar unterschritten. Es kam zu einer konzentrierten Verkaufswelle, die dazu führte, dass die weltweit größte Bitcoin-Positionierungsinstitution Strategy enorme Buchverluste erlitt. Daten zeigen, dass die unverwirklichten Verluste des Unternehmens bei Bitcoin derzeit etwa 3,8 Milliarden US-Dollar betragen.
Der Rückgang fiel genau auf den Geburtstag von Michael Saylor, was die Marktvolatilität deutlich verstärkte. On-Chain-Abrechnungsdaten zeigen, dass die Gesamtabrechnungsgröße im Netzwerk in den letzten 24 Stunden etwa 777 Millionen US-Dollar betrug, hauptsächlich aus Long-Positionen, was auf eine beschleunigte Bereinigung der kurzfristigen Hebelpositionen hinweist.
Laut TradingView-Daten hat Bitcoin seit 2026 insgesamt fast 19 % an Wert verloren, der aktuelle Preis ist auf das Niveau vor den US-Präsidentschaftswahlen 2024 zurückgefallen, was den anhaltenden Druck auf das Marktvertrauen zeigt.
Strategy hält derzeit insgesamt 713.502 Bitcoin im Wert von etwa 54,3 Milliarden US-Dollar, mit einem durchschnittlichen Einstiegskurs von etwa 76.000 US-Dollar. Bei den aktuellen Kursen befindet sich das Unternehmen insgesamt in einem deutlichen unrealisierten Verlust und ist damit eines der am stärksten betroffenen institutionellen Investoren.
Auch die Kapitalmärkte reagieren negativ. Die Aktie mit dem US-Börsenkürzel MSTR schloss am Mittwoch 3 % im Minus bei 129 US-Dollar und schwächte sich nachbörslich weiter ab. Seit dem Hoch im Juli 2025 ist die Aktie um mehr als 70 % gefallen, im Jahr 2026 beträgt der Rückgang etwa 15 %.
Vor dem Hintergrund von ETF-Abflüssen und einer abnehmenden Risikobereitschaft im makroökonomischen Umfeld bleibt die Frage, ob Bitcoin die psychologische Marke von 70.000 US-Dollar halten kann, ein entscheidender Punkt für die kurzfristige Marktbeobachtung.