Morgan Stanley hat am 6. Januar eine S-1-Registrierung bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht, um die Genehmigung für einen Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Fund zu beantragen. Der Vermögensverwalter verwaltet rund 1,6 Billionen Dollar an Vermögenswerten, was einen bedeutenden Schritt für eine führende amerikanische Bank darstellt. Die Einreichung positioniert die Bank neben Rivalen wie BlackRock und Fidelity, die beide im Bereich digitaler Vermögenswerte aktiv sind. Der Wettbewerb zwischen großen Institutionen hat zugenommen, seit die regulatorische Akzeptanz von Spot-Bitcoin-Produkten gestiegen ist. Der vorgeschlagene Fonds, genannt Morgan Stanley Bitcoin Trust, soll den Bitcoin-Preis nach Abzug von Gebühren und Ausgaben widerspiegeln. Zusammen mit der Bitcoin-Einreichung hat Morgan Stanley am selben Tag auch Unterlagen für einen Solana-Exchange-Traded Fund eingereicht. Die Tickersymbole für beide Angebote bleiben unoffen. Struktur und Handelsmerkmale des Bitcoin Trust Laut Einreichung basiert der Trust auf direkten Bitcoin-Beständen, wobei auf Hebel, Futures oder andere Derivate verzichtet wird. Der Nettoinventarwert wird täglich anhand eines Benchmarks berechnet, der von großen Spot-Börsen im globalen Handel gezogen wird. Das Management wird einen passiven Ansatz verfolgen. Keine Handelsentscheidungen werden auf Marktschwankungen reagieren. Autorisierte Teilnehmer können Anteile in großen Blocks mit Bargeld oder in Form von Bitcoin-Beständen erstellen oder zurücknehmen. Der öffentliche Handel erfolgt auf Sekundärmärkten über Brokerage-Konten. Morgan Stanley hat den Zugang zu digitalen Vermögenswerten für Kunden schrittweise erweitert. Im vergangenen Jahr erlaubte die interne Richtlinie eine bis zu 4-prozentige Allokation innerhalb von Portfolios, die als „opportunistisch“ beschrieben werden, was mit den Richtlinien von Mitbewerbern wie Grayscale übereinstimmt. Am 15. Oktober eröffnete das Unternehmen den Zugang zu Krypto-Fonds für die gesamte Kundenbasis. Berater erhielten die Genehmigung, Krypto-Fonds allen Kontoinhabern vorzustellen, einschließlich Rentenplänen wie IRAs und 401(k)s. Regulatorische Klarheit treibt das Wachstum von Krypto-ETFs voran Ein sich wandelnder regulatorischer Ton hat eine Rolle dabei gespielt, große Finanzinstitute zu ermutigen. Unter US-Präsident Donald Trump gewannen digitale Vermögenswerte innerhalb der Bundesbehörden breitere Akzeptanz. Im Dezember erlaubte das Office of the Comptroller of the Currency den Banken, als Vermittler bei Krypto-Transaktionen zu agieren. Diese Genehmigung verringerte die Trennung zwischen traditioneller Finanzwelt und digitalen Vermögenswerten. Im September 2025 genehmigte die Securities and Exchange Commission generische Listing-Standards für Krypto-Exchange-Traded-Produkte. Berechtigte Fonds konnten ohne langwierige Regeländerungsprüfungen starten, die früher Genehmigungen bis zu 240 Tage verzögerten. Viele Investoren bevorzugen ETFs aufgrund von Liquidität, Verwahrungsschutz und vereinfachter Überwachung. Seit der Genehmigung des ersten US-Spot-Bitcoin-ETFs zeigen Banken ein wachsendes Interesse an Beratungsrollen. Bank of America schloss sich im Januar diesem Trend an, indem sie Vermögensberatern erlaubte, Krypto-Exposures ohne Mindestschwellen zu empfehlen.