Bitcoin kehrt zurück auf 90.000 US-Dollar! ETF zieht in einer Woche 459 Millionen US-Dollar an, beendet zwei Wochen des Abflusses

MarketWhisper
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Bitcoin kehrte am 12. Dezember erstmals wieder über 90.000 USD zurück und stieg am 4. Januar auf 91.518 USD. In der Woche bis zum 2. Januar verzeichnete der US-Spot-ETF einen Nettozufluss von 459 Millionen USD, was zwei Wochen des Abflusses beendete. Die Rückkehr der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen-Renditen nach unten trug zu einem Zufluss bei Yen-Arbitragegeschäften bei. Trotz eines Rückgangs des Fear & Greed Index auf 25 deuten technische und fundamentale Divergenzen auf kurzfristige Zielpreise von 95.000 USD hin.

Bitcoin Spot ETF Kapitalumkehr und institutionelle Dominanz

In der Woche bis zum 2. Januar verzeichnete der US-Bitcoin-Spot-ETF einen Nettozufluss von 459 Millionen USD, was den vorherigen zwei Wochen des Kapitalabflusses ein Ende setzte. Diese Kapitalumkehr ist der zentrale Treiber für den Rückkehrkurs von Bitcoin über 90.000 USD. Laut Daten von Farside Investors zeigt die Kapitalbewegung in dieser Woche eine deutliche institutionelle Dominanz.

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) zeigte die beste Performance mit einem Nettozufluss von 324,4 Millionen USD, was 70,7 % des Gesamtzuflusses ausmacht. Dieser ETF von BlackRock bestätigt seine Position als Marktführer, wobei starke Markenwirkung und eine breite institutionelle Kundenbasis ihn zur bevorzugten Anlage machen. Der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) folgt mit einem Nettozufluss von 105,8 Millionen USD und einem Anteil von 23,1 %.

Von den 11 ETF-Anbietern meldeten 6 wöchentliche Kapitalzuflüsse, 3 Kapitalabflüsse, und die restlichen 2 verzeichneten keinen Nettofluss. Das Verhältnis von 6:3 zeigt eine deutliche Verbesserung der Marktstimmung, ist aber noch nicht vollständig optimistisch. Bemerkenswert ist, dass die Kapitalzuflüsse hauptsächlich auf die Top-Produkte konzentriert sind: IBIT und FBTC zusammen ziehen 430,2 Millionen USD an, was 93,8 % des Gesamtzuflusses ausmacht. Diese Konzentration spiegelt die Präferenz institutioneller Investoren für liquide, kostengünstige Groß-ETFs wider.

Der Kapitalfluss in US-Bitcoin-Spot-ETFs ist entscheidend für das Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht. Der Zufluss trieb den Bitcoin-Kurs in der Woche bis zum 4. Januar um 4,06 % nach oben, wobei am 4. Januar ein Hoch von 91.518 USD erreicht wurde – das höchste Niveau seit dem 12. Dezember des letzten Jahres. Die veränderte Nachfrage nach Bitcoin-Spot-ETFs stützt die kurzfristigen bis mittelfristigen bullischen Preisprognosen.

Yen-Arbitrage und japanische Staatsanleihen-Renditen in negativer Korrelation

10年期日本國債殖利率

Die negative Korrelation zwischen Bitcoin und den 10-jährigen japanischen Staatsanleihen bleibt in dieser Woche stabil, was für das Verständnis des aktuellen Aufwärtstrends entscheidend ist. Die Renditen der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen sanken vom Hoch bei 1,999 % auf etwa 1,9 %, während der USD/JPY-Wechselkurs wieder die 157er-Marke erreichte, was zu einem Zufluss von Yen-Arbitragegeschäften in risikoreiche Vermögenswerte führte. Der Rückgang der Renditen und die Schwäche des Yen erhöhten gleichzeitig die Nachfrage nach japanischen Aktien, was den Nikkei 225 in der Woche bis zum 2. Januar um 0,87 % steigen ließ.

Das Prinzip der Yen-Arbitrage ist: Investoren leihen sich Yen zu niedrigen Zinsen, tauschen sie in USD oder andere hochverzinsliche Währungen um und investieren in risikoreiche Vermögenswerte, um die Zinsdifferenz zu nutzen. Wenn die Renditen der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen fallen, deutet dies auf eine abnehmende Erwartung aggressiver Zinserhöhungen der Bank of Japan hin. Das verringert das Risiko bei Yen-Arbitragegeschäften und führt zu mehr Kapitalzufluss in risikoreiche Anlagen, einschließlich Bitcoin.

Obwohl die Marktteilnehmer weiterhin eine Zinserhöhung der Bank of Japan erwarten, bleibt der neutrale Zinssatz ein entscheidender Faktor für die Anlegerstimmung. Im Dezember letzten Jahres gab die Bank of Japan an, dass der neutrale Zinsbereich bei 1 % bis 2,5 % liege. Bei einem aktuellen Zinssatz von 0,75 % würde ein niedrigerer neutraler Zinsbereich (1 % bis 1,25 %) eine größere Differenz zwischen US- und japanischen Zinsen bedeuten, was die Arbitragegewinne erhöht. Umgekehrt würde ein höherer neutraler Zinsbereich (1,5 % bis 2,5 %) auf eine stärkere Straffung hindeuten, was die Differenz zwischen den Zinsen verringert und die Attraktivität der Arbitrage reduziert.

Als Hintergrund: Bitcoin erlebte vom 31. Juli bis zum 5. August 2024 einen Kurssturz um 26 %, was auf die Reduzierung der japanischen Staatsanleihenkäufe durch die Bank of Japan und eine unerwartete Zinserhöhung zurückzuführen ist, die zu einem Ausstieg aus Yen-Arbitragegeschäften führte. Der aktuelle Rückgang der Renditen zeigt, dass dieses Risiko nachlässt und bietet eine wichtige Unterstützung für Bitcoin.

Extrem niedriger Fear & Greed Index und technische Divergenz

恐懼與貪婪指數

(Quelle: Alternative.me)

Kryptowährungs-Fear & Greed Index

3. Januar: 29 Punkte (extreme Angst)

4. Januar: 25 Punkte (verstärkte extreme Angst)

Historischer Vergleich: Unter 25 deutet meist auf überverkaufte Erholung hin

Technische Signale

· Kurs liegt weiterhin unter dem 50-Tage-EMA und dem 200-Tage-EMA

· Mittelfristiger Trend ist bearish

· Ein Durchbruch über den 50-Tage-EMA könnte eine Testchance bei 94.447 USD eröffnen

Fundamentale Unterstützung

· ETF-Kapitalzuflüsse kehren um

· Risiken bei Yen-Arbitragegeschäften lassen nach

· Gesetzesvorlage im Marktstrukturgesetz wird am 15. Januar geprüft

Trotz der Rückkehr des Bitcoin-Preises auf 91.000 USD bleibt der Fear & Greed Index im extremen Angstbereich, von 29 Punkten am 3. Januar auf 25 Punkte am 4. Januar gefallen. Diese Stimmung und der Kurs divergieren äußerst selten und deuten oft auf eine mögliche Trendwende nach oben hin. Wenn die Marktstimmung extrem pessimistisch ist, der Kurs aber weiter steigt, ist dies ein Zeichen dafür, dass kluge Investoren einsteigen, während Kleinanleger noch in Panik verkaufen.

比特幣日線圖

(Quelle: Trading View)

Aus technischer Sicht liegt der Bitcoin-Preis weiterhin unter seinen 50- und 200-Tage-EMA, was auf eine bärische Tendenz hindeutet. Allerdings zeigen die fundamentalen und technischen Divergenzen eine bullische Entwicklung an. Ein Durchbruch über den 50-Tage-EMA könnte eine Testchance bei 94.447 USD eröffnen. Wenn der Kurs den 50-Tage-EMA nachhaltig überwindet, könnte sich der kurzfristige Aufwärtstrend umkehren. Bei einer Trendwende nach oben könnten die psychologische Marke von 100.000 USD und der 200-Tage-EMA eine Rolle spielen.

Marktstrukturgesetz und langfristige Aussichten

Die Entspannung bei Yen-Arbitragegeschäften fällt zusammen mit der Ankündigung amerikanischer Gesetzgeber, das Marktstrukturgesetz zu prüfen. Der Senatsausschuss für Banken kündigte an, das Gesetz am 15. Januar 2026 zu prüfen, was die Marktstimmung stärkt. Eine kryptofreundliche Regulierung könnte die Legitimierung von Bitcoin und dem gesamten Kryptomarkt weiter fördern und die Investorenbasis erweitern.

Wenn es gelingt, die Marke von 90.000 USD nicht zu unterschreiten, besteht die Chance, auf 95.000 USD zuzusteuern und damit das kurzfristige (1-4 Wochen) bullische Ziel von 95.000 USD sowie das mittelfristige (4-8 Wochen) Ziel von 100.000 USD zu bestätigen. Es bestehen jedoch Abwärtsrisiken: Die Ankündigung der Bank of Japan, den neutralen Zinsbereich auf 1,5 % bis 2,5 % anzuheben, könnte zu einem Ausstieg aus Yen-Arbitragegeschäften führen; die hawkische Haltung der Federal Reserve und US-Wirtschaftsdaten könnten die Erwartung einer Zinssenkung im März dämpfen; und Abflüsse bei Bitcoin-Spot-ETFs könnten den Kurs in Richtung des Tiefs vom 21. November bei 80.523 USD drücken.

Angesichts der aktuellen Marktdynamik bleibt die Perspektive bullish, mit einem Zielpreis von 150.000 USD in den nächsten 6-12 Monaten. Die Verabschiedung des Marktstrukturgesetzes durch den US-Senat wird diese langfristige Zielsetzung unterstützen.

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