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Michael Burry hat seinen langjährigen Feldzug gegen Bitcoin verschärft, indem er es als „die Tulpenzwiebel unserer Zeit“ bezeichnete und darauf bestand, dass es „nichts wert“ sei. In Michael Lewis’ Podcast „Against the Rules: The Big Short Companion“, der am 2. Dezember veröffentlicht wurde, zeigte sich Burry entsetzt darüber, wie normal solche Bewertungen in den Finanzmedien geworden sind.
„Ich finde, dass Bitcoin bei 100.000 $ das Lächerlichste ist“, sagte er. „Vernünftige Leute sitzen im Fernsehen und sprechen über Bitcoin, sie sagen ganz beiläufig: ‚Es sind 100.000, jetzt ist es runter, es sind 98.000.‘ Es ist nichts wert. Jeder hat es akzeptiert. Es ist die Tulpenzwiebel unserer Zeit.“ Er trieb den Vergleich noch weiter: „Es ist schlimmer als eine Tulpenzwiebel, weil dies so viel kriminelle Aktivität ermöglicht hat, die tief unter der Oberfläche abläuft.“
Das Gespräch wurde ausgelöst, als Lewis fragte, ob Burrys „institutioneller Pessimismus“ ihn zu Zufluchtsorten wie „Bitcoin oder Gold oder einem dieser Zufluchtsorte, über die die Leute reden“ dränge. Burry lehnte Bitcoin kategorisch ab und zog einen scharfen Kontrast zu seiner eigenen Position: „Ich habe Gold seit 2005.“ In seinem Modell ist Bitcoin kein „digitales Gold“, sondern ein spekulativer Token, dessen wahrgenommener Wert auf gesellschaftlichem Konsens und Hebelwirkung beruht, während es seiner Ansicht nach gleichzeitig einen mächtigen Kanal für illegale Finanzströme bietet und nicht für produktive Kapitalbildung.
Verwandte Lektüre: Alte Bitcoin bewegen sich vermehrt: 3–5 Jahre ruhende Coins werden wieder aktiv Burrys Kritik steht im Einklang mit seiner umfassenderen Ansicht, dass die Märkte erneut in einer bereichsübergreifenden Blase gefangen sind, die von Narrativen und billigem Geld statt von Fundamentaldaten getrieben wird. Allerdings präsentiert er sich nicht als Krypto-Makro-Trader, der versucht, den nächsten Rückgang von Bitcoin zu timen. Stattdessen erscheint Bitcoin im Interview als eine Art Beweisstück A in einem System, das, wie er argumentiert, wieder aufgehört hat zu fragen, was etwas intrinsisch wert ist, und stattdessen einfach Kursbewegungen und Geschichten extrapoliert.
Der Podcast markiert das jüngste Kapitel in einer Bitcoin-Skepsis, die Burry bereits seit dem letzten Zyklus äußert. Ende Februar 2021, als BTC nahe seinem damaligen Rekordhoch lag, twitterte er, dass „BTC eine spekulative Blase ist, die mehr Risiko als Chance birgt, obwohl die meisten Befürworter in ihren Argumenten, warum es zu diesem Zeitpunkt der Geschichte relevant ist, richtig liegen“, und fügte eine Warnung bezüglich versteckter Hebelwirkung hinzu: „Wenn Sie nicht wissen, wie viel Hebelwirkung im Anstieg steckt, wissen Sie möglicherweise nicht genug, um es zu besitzen.“
Verwandte Lektüre: Wäre ein 30%iger Bitcoin-Preisabsturz verheerend für Tethers USDT? Hier ist die Wahrheit Bis Juni 2021, als Meme-Aktien und Krypto gemeinsam explodierten, erweiterte Burry die Perspektive. Er beschrieb das Umfeld als die „größte spekulative Blase aller Zeiten in allen Dingen. Um zwei Größenordnungen“, und warnte, dass „alle Hype-/Spekulationen nur Kleinanleger anlocken, bevor die Mutter aller Crashs kommt“, wobei er Kryptowährungen ausdrücklich in diese Warnung einschloss.
Der heutige „Tulpenzwiebel“-Angriff im Lewis-Podcast stellt weniger eine neue Haltung dar, sondern vielmehr den Höhepunkt dieser Entwicklung: Von der Bezeichnung von Bitcoin als gehebelte „spekulative Blase“ Anfang 2021 bis zur Feststellung im Jahr 2025, dass es auf den jetzt im Fernsehen diskutierten Niveaus schlichtweg „nichts wert“ ist.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte BTC bei 93.226 $.
BTC steht vor dem 0,618 Fib, 1-Wochen-Chart | Quelle: BTCUSDT auf TradingView.com
Titelbild erstellt mit DALL.E, Chart von TradingView.com
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