Laut einem Bericht von Bloomberg setzte Bitcoin (BTC) am Mittwoch seine Erholung fort und erreichte ein Zweiwochenhoch. Im Tagesverlauf stieg der Kurs zeitweise um 2,6 % auf etwa 93.965 US-Dollar und markierte damit den höchsten Stand seit dem 17. November, bevor er wieder auf etwa 93.300 US-Dollar zurückfiel. Auch Ethereum und andere führende Token verzeichneten leichte Kursgewinne, während sich der Kryptomarkt nach mehreren Wochen anhaltender Verkäufe zu erholen versucht. Die Marktstimmung bleibt jedoch fragil, Anleger agieren weiterhin vorsichtig und abwartend.
Seitdem Bitcoin Anfang Oktober sein Allzeithoch von 126.000 US-Dollar überschritten hatte, kam es zu einer heftigen Korrektur am Markt, wobei die gesamte Marktkapitalisierung digitaler Vermögenswerte um mehr als 1 Billion US-Dollar geschrumpft ist. Sean McNulty, Leiter des Derivatehandels für den asiatisch-pazifischen Raum bei FalconX, erklärte: „Wir sehen nicht viele Käufer auf den höheren Niveaus, die Marktstimmung bleibt weiterhin fragil.“ Auch die Kapitalzuflüsse sind begrenzt. Bloomberg-Daten zeigen, dass die zwölf US-amerikanischen Bitcoin-ETFs am Dienstag nur rund 59 Millionen US-Dollar an neuen Zuflüssen verzeichneten, was als „schwach“ gilt.
Zuletzt war die Marktvolatilität besonders hoch. Am Montag erwähnte Phong Le, CEO von Strategy Inc., dass Bitcoin-Sammelfonds Kryptowährungen verkaufen müssten, um Schulden zu bedienen, was kurzfristig zu einem Preisrückgang führte. Das Unternehmen gab jedoch anschließend bekannt, einen Reservefonds von 1,4 Milliarden US-Dollar zur Sicherstellung der Liquidität eingerichtet zu haben. Am Dienstag konnte Bitcoin daraufhin profitieren – begünstigt durch die Ankündigung der US-Börsenaufsicht SEC, für Digital-Asset-Unternehmen eine „Innovationsausnahme“ einführen zu wollen, sowie durch die Meldung, dass die Vanguard Group auf ihrer Plattform den Handel mit Krypto-ETFs und Investmentfonds ermöglicht.
Laut Daten von Coinglass wurden in den vergangenen 24 Stunden Short-Positionen im Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar liquidiert, was die starke kurzfristige Volatilität widerspiegelt. Melvin Deng, CEO der QCP Group, erklärte, die Erholung gleiche eher einer „Erleichterungsrallye“, Bitcoin könnte dadurch jedoch einen Teil seines Momentums zurückgewinnen. Er empfiehlt Anlegern, die noch nicht ausreichend in Bitcoin engagiert sind, nach Einstiegsmöglichkeiten Ausschau zu halten.
Insgesamt sorgt das Zweiwochenhoch von Bitcoin kurzfristig für Auftrieb am Markt, das Anlegervertrauen hat sich jedoch noch nicht vollständig erholt. Der Markt bleibt hochvolatil; die weitere Kursentwicklung hängt maßgeblich von institutionellen Zuflüssen und regulatorischen Entwicklungen ab.
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