Diskussionen über eine Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) entfachen erneut, da mehrere Gesetzgeber im US-Senat eine Klausel dazu als Anreiz in einem Wohnungsbaugesetz eingefügt haben. Ein kürzliches Treffen zwischen Senatorin Cynthia Lummis, einer Republikanerin aus Wyoming, und Kevin Warsh, einem Nominanten für den Vorsitz der Federal Reserve, hat Spekulationen zu diesem Thema angeheizt.
Brendan Pedersen, leitender Reporter bei Punchbowl News, berichtete am Dienstagabend über Lummis’ Treffen mit Warsh. Die Senatorin aus Wyoming bezeichnete ihr Gespräch als „äußerst produktiv“, wobei es um die Schaffung einer „transparenteren, verantwortungsvolleren Fed“ ging. Außerdem hob sie hervor, dass ihr Dialog sich auf eine Zentralbank konzentrierte, die bereit ist, Finanzinnovationen wie digitale Vermögenswerte zu begrüßen, anstatt sie zu unterdrücken.
Lummis erklärte, dass sie bereit sei, erneut mit Warsh über die Modernisierung der Fed zu sprechen, zum Wohle der finanziellen Zukunft der USA.
Pedersen erwähnte, dass Warsh die Befürwortung einer CBDC unterstützt, was in den sozialen Medien für Aufregung sorgte. Viele lehnten die Idee ab, dass die Zentralbank größeren Einfluss und Aufsicht darüber ausüben sollte, wie die Menschen ihr Geld verwenden. Auch US-Präsident Donald Trump kritisierte das Thema scharf, weshalb er es in einer Executive Order bei seinem Amtsantritt für die zweite nicht aufeinanderfolgende Amtszeit ausdrücklich verbot.
Die Unklarheit in Lummis’ Aussage spaltete die Öffentlichkeit darüber, ob sie über Krypto spricht, das die Senatorin befürwortet, oder über eine CBDC, die Warsh angeblich unterstützt.
Es dauerte nicht lange, bis Blockzeit Warshs Ansichten zu einer CBDC bestätigte. In einem YouTube-Clip, aufgenommen bei einer Konferenz oder einem Interview, sagte er, dass es an Kongress oder Exekutive liegt, zu entscheiden, ob eine US-Dollar-Stablecoin oder eine CBDC geschaffen wird.
Kurz gesagt, was die Haltung des Fed-Kandidaten zu einer CBDC betrifft: Er war tatsächlich gegen die Ausgabe einer Einzelhandels-CBDC, die Datenschutzbedenken für die Allgemeinheit aufwerfen könnte. Andererseits ist er offen für eine Großhandelsversion, die Bequemlichkeit bei der Abwicklung und Liquiditätsmanagement ausschließlich für große Finanzinstitute bietet.