„Wall Street-Experte“ Tom Lee prognostiziert: Bitcoin hat noch keinen Höchststand erreicht, im besten Fall im Januar wird ein neues Hoch erreicht

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Obwohl der Kryptowährungsmarkt Ende 2025 einen erheblichen Rücksetzer erlebte, ist Tom Lee, Mitbegründer der Investment-Research-Firma Fundstrat und bekannt als „Wall Street-Prophet“, weiterhin äußerst zuversichtlich und optimistisch für die diesjährige Entwicklung. Er glaubt, dass der Bitcoin-Anstieg bei weitem noch nicht sein Ende erreicht hat und dass es bereits im Januar dieses Jahres zu neuen Höchstständen kommen könnte. Wenn man auf Toms frühere Prognosen zurückblickt, waren diese mutig und radikal. Im August letzten Jahres behauptete er, dass Bitcoin vor Ende 2025 die Marke von 200.000 US-Dollar überschreiten würde. Doch die Realität ist stets herausfordernd: Obwohl Bitcoin im Oktober letzten Jahres kurzzeitig einen historischen Höchststand von etwa 126.000 US-Dollar erreichte, konnte die Aufwärtsbewegung nicht aufrechterhalten werden und fiel zum Jahresende auf etwa 88.500 US-Dollar zurück.

Angesichts der Fehlschläge bei den Prognosen äußerte Lee am Montag in der CNBC-Sendung „Squawk Box“:

Wir geben zu, dass unsere vorherige Einschätzung, Bitcoin könne im Dezember ein Hoch erreichen, zu optimistisch war. Aber ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass der Bitcoin-Preis noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat, und sogar bis Ende Januar 2026 die Chance besteht, neue Rekordhöhen zu sehen.

Tom Lee betont, dass Investoren nicht davon ausgehen sollten, dass Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen bereits ihren Höchststand erreicht haben. Er erwartet, dass sich der Markt in diesem Jahr in zwei Phasen aufteilen wird: Im ersten Halbjahr wird es wahrscheinlich zu stärkeren Schwankungen kommen, insbesondere kurzfristig durch institutionelle Umschichtungen, die Turbulenzen auslösen könnten; insgesamt bleibt die Tendenz jedoch eher bullish, und im zweiten Halbjahr könnte der Markt an Stärke gewinnen. Er sagt:

2026 wird aus zwei ganz unterschiedlichen Halbzeiten bestehen. Das erste Halbjahr könnte recht schwierig werden, da wir mit der Neugewichtung der Institutionen und einer „strategischen Neuausrichtung“ im Kryptowarkt konfrontiert sind. Doch genau diese Volatilität schafft die Bühne für die erwartete „epische Erholung“ im zweiten Halbjahr.

Er fügte hinzu, dass die sogenannte „Neuausrichtung“ kein Zeichen für eine strukturelle Schwäche sei, sondern vielmehr eine notwendige Phase der Verdauung und Konsolidierung nach mehreren Jahren übermäßiger Kursgewinne bei Risikoanlagen. Optimismus für Ethereum im „Superzyklus“ Unter den verschiedenen Kryptowährungen ist Tom Lee besonders optimistisch gegenüber Ethereum. Er glaubt, dass Ethereum sich in eine mehrjährige Wachstumsphase begibt, die den „long bull run“ von Bitcoin zwischen 2017 und 2021 nachahmen könnte. Tatsächlich hatte Tom Lee im letzten Jahr auch prognostiziert, dass Ethereum vor Dezember 2025 auf 15.000 US-Dollar steigen würde, doch der tatsächliche Höchststand lag bei nur 4.830 US-Dollar, und zum Jahresende schloss Ethereum bei etwa 3.300 US-Dollar. Dennoch hat er in einem aktuellen Interview seine Haltung nicht geändert:

Wir sind der Meinung, dass Ethereum stark unterschätzt wird. Wir glauben, dass Ethereum in einen Superzyklus eintritt, ähnlich wie Bitcoin zwischen 2017 und 2021.

Zu dem Zeitpunkt, als Tom Lee diese Aussagen machte, stockt sein Krypto-Reserven-Unternehmen Bitmine weiterhin Ethereum auf, und die Bestände haben bereits 4,14 Millionen ETH erreicht. Für ihn ist das Halten von Ethereum kein spekulatives Verhalten, sondern eine unvermeidliche Option im Rahmen der Asset-Allokation von Unternehmen:

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