Am 29. April stieg das deutsche Verbrauchervertrauen trotz der Warnung vor den Auswirkungen der US-Handelspolitik auf die Wirtschaft unerwartet an, und die Verbraucher setzten ihre Hoffnungen auf die Stabilität der neuen Regierung. Der GfK-Index für das Konsumentenvertrauen stieg im Mai auf -20,6 Punkte, 3,7 Punkte höher als im April und auch über den Markterwartungen. Der NIM-Verbraucherexperte Rolf Buerkl sagte, Trumps Zollmaßnahmen, die am Vorabend der Ermittlungen begannen, hätten noch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Verbraucherstimmung. Die Umfrage zeigt, dass die Einkommenserwartungen und Kaufabsichten der Verbraucher deutlich gestiegen sind, sogar die Konjunkturerwartungen haben sich leicht verbessert. Die Verbraucher scheinen von den Verhandlungen zur Regierungsbildung nach den Wahlen im Februar stärker betroffen zu sein. “Für die deutschen Verbraucher ist es jetzt deutlich wichtiger, so schnell wie möglich eine Regierung zu bilden, was dazu geführt hat, dass Schlüsselfaktoren, die bisher Unsicherheit darstellten, an Bedeutung verloren haben”, sagte Buerkl. Die Umfrage ergab auch einen Rückgang der Sparquote der Verbraucher, die zuvor das Haupthindernis für die Erholung der Wirtschaftstätigkeit war.