Gate News Nachrichten, 25. März: Die NASA passt das Artemis-Programm an und verlagert den strategischen Fokus vom Orbit der Raumstation auf den Aufbau einer nachhaltigen menschlichen Basis auf der Mondoberfläche, um die Grundlage für zukünftige Marsmissionen zu schaffen. NASA-Chef Jared Isaacman erklärte, die Mondoberfläche werde zum Kernfeld für Technologietests, wissenschaftliche Experimente und die Vorbereitung auf Fernraum-Missionen.
Laut dem neuen Plan wird die NASA den Bau der „Gateway“-Mondumlaufstation pausieren und Ressourcen auf die Infrastruktur auf dem Mond umleiten. Diese Anpassung bedeutet, dass die US-Mondlandestrategie von einer „Besuchsmission“ zu einem „langfristigen Aufenthalt“ wechselt.
Der Plan ist in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase erhöht die Frequenz robotischer Mondlandungen durch die CLPS- und LTV-Projekte, wobei der Schwerpunkt auf Energieversorgung, Kommunikation, Navigation und Mobilität liegt; die zweite Phase umfasst den Bau halbwohnfähiger Einrichtungen, um die routinemäßigen Aktivitäten der Astronauten zu unterstützen, sowie die gemeinsame Entwicklung von Mondfahrzeugen und Wohnmodulen mit Japan, Italien und Kanada; die dritte Phase setzt den Einsatz von Fracht- und Schwerlastsystemen fort, um eine langfristige Präsenz zu ermöglichen.
Die NASA plant, in den nächsten sieben Jahren rund 20 Milliarden US-Dollar zu investieren und durch zahlreiche Missionen schrittweise die Mondbasis zu errichten. Zudem plant die Organisation, vor 2028 das nuklearbetriebene Raumfahrzeug „Space Reactor-1 Freedom“ zu starten, um die Deep-Space-Kernantriebstechnologie zu testen und die Mars-Transportkapazitäten zu unterstützen.
Dieser strategische Kurswechsel erfolgt vor dem Hintergrund eines beschleunigten globalen Weltraumwettbewerbs. Elon Musks Mars-Programm und die Fortschritte in der kommerziellen Raumfahrt beschleunigen die Bemühungen von Staaten und Unternehmen, im Bereich Mond und Deep Space Fuß zu fassen. Gleichzeitig wurde die Artemis-3-Mission auf 2027 verschoben, und zukünftige Missionen sollen schrittweise auf zwei bemannte Mondlandungen pro Jahr erhöht werden.
Analysen deuten darauf hin, dass die Entscheidung der NASA, vom Orbit auf die Oberfläche zu wechseln, das menschliche Mondprogramm in eine „Infrastruktur-Ära“ führt. Der Mond könnte vom Forschungsfokus zu einem wichtigen Knotenpunkt für langfristigen Aufenthalt und Ressourcenentwicklung werden und somit die zukünftige Mars-Exploration maßgeblich beeinflussen.