Balancer Labs stellt Betrieb ein, strebt Neuanfang an

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Mitgründer von Balancer, Fernando Martinelli, kündigt die Schließung von BLabs nach einem schädlichen Exploit an und skizziert einen schlankeren Weg für das Protokoll.

Balancer Labs wird geschlossen. Mitgründer Fernando Martinelli gab die Ankündigung in einem ausführlichen Beitrag an die Balancer-Community bekannt.

Er nannte rechtliche Risiken durch den Exploit im November 2025 als Hauptgrund. Das Unternehmen, so sagte er, sei eher eine Belastung als ein Vorteil geworden.

Martinelli sah die Schließung als einen Schritt in Richtung verantwortungsbewusster Verwaltung des Protokolls.

Warum Balancer Labs nach dem Exploit im November schließt

Der Exploit am 3. November 2025 in der Version 2 führte zu ernsthaften und anhaltenden rechtlichen Risiken für Balancer Labs.

Martinelli bemerkte, dass es keinen Sinn mache, diese Haftung zu tragen, während das Protokoll weiterentwickelt wird. Das Protokoll habe sich bereits von der Notwendigkeit eines traditionellen Unternehmens im Zentrum entfernt.

Die DAO, die Foundation und das Service-Anbieter-Modell steuern jetzt die täglichen Abläufe. Laut Martinelli ist diese Struktur die richtige Lösung für die Zukunft.

Er bestätigte, dass wichtige Teammitglieder von BLabs nach einer Governance-Abstimmung zu Balancer OpCo wechseln werden.

Marcus und Danko sollen den Betriebsplan durch einen BIP vorstellen. Martinelli zeigte volle Unterstützung für diesen Prozess.

Mitgründer von Balancer, Fernando Martinelli, sagte, dass Balancer Labs hauptsächlich aufgrund der rechtlichen Risiken durch den Exploit im November 2025 und der mangelnden nachhaltigen Einnahmen unter der aktuellen Struktur geschlossen wird. Das Protokoll wird in eine DAO, Foundation und… pic.twitter.com/tdS0WoQ8SH

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 23. März 2026

Balancer-Protokoll generiert trotz Krise weiterhin Einnahmen

Trotz Forderungen nach einer vollständigen Schließung schloss Martinelli diese Option aus.

Seine Begründung war einfach. Das Protokoll erzielte in den letzten drei Monaten über eine Million USD an Gesamteinnahmen, annualisiert.

Er wies darauf hin, dass die Technologie noch funktioniert. Das Kernproblem sei seiner Ansicht nach die kaputte Wirtschaftlichkeit, die darum herum aufgebaut ist.

Martinelli beschrieb das Problem als „reparierbar“, kein fundamentaler Fehler.

Er hob das anhaltende Engagement von Beitragsleistenden wie Danielmk, Danko, Xeonus, Fabio und Marcus hervor. Diese Teammitglieder blieben durch die schlimmste Phase in der Geschichte des Protokolls und kehrten mit einem konkreten Plan zurück.

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Tokenomics-Überholung und Martins Unterstützung

Martinelli legte eine klare Reihe von Änderungen vor, die er für die Umstrukturierung des Protokolls befürwortet.

Als erstes soll die BAL-Emission auf null reduziert werden. Er argumentierte, dass die Emissionen die Inhaber verwässern, während sie ein teures Kreislauf-Belohnungssystem finanzieren, das mehr kostet als es einbringt.

Er unterstützt auch die Abschaffung von veBAL.

Das Modell, so sagte er, sei zu einem Werkzeug für Meta-Governance geworden, das von Akteuren wie Aura und Humpy durch Belohnungsmarktplätze genutzt wird. Eine schlankere Governance-Struktur ist jetzt notwendig.

Bei den Gebühren befürwortet Martinelli, 100 % der Protokollgebühren in die DAO-Tresor zu leiten. Er unterstützt auch die Reduzierung des Anteils des V3-Protokolls auf 25 %, um mehr organische Liquidität zu generieren.

Die aktuelle Verteilung, bei der die DAO nur 17,5 % der generierten Gebühren erhält, ist nicht nachhaltig.

Ein BAL-Rückkauf wurde ebenfalls unterstützt. Martinelli bezeichnete ihn als fairen Deal, der Inhabern, die aussteigen möchten, einen sauberen Ausstieg ermöglicht.

Jene, die an das umstrukturierte Protokoll glauben, können bleiben. Er befürwortete auch eine stärkere Fokussierung auf reCLAMM, LBPs, Stablecoins, LST-Pools und weniger Deployments auf EVM-Chain.

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