Gate News Nachrichten, 20. März: Das Solana-Ökosystem steht derzeit unter Druck, sowohl die On-Chain-Daten als auch der Derivatemarkt senden gleichzeitig bärische Signale. SOL fiel am Montag nach einem Höchststand von 97,70 USD kontinuierlich zurück, mit einem Rückgang von etwa 11 % in drei Tagen und einem Tiefststand von 87 USD. Während dieser Zeit wurden etwa 25 Millionen USD an gehebelten Long-Positionen liquidiert, was die Marktstimmung deutlich schwächte.
Der Derivatemarkt zeigt, dass das Vertrauen der Longs schwach ist. Die Funding-Rate für unbefristete SOL-Kontrakte liegt nahe bei 0 %, deutlich unter dem Normalniveau, was auf eine deutlich gesunkene Nachfrage nach gehebelten Long-Positionen hinweist. Gleichzeitig steigen die Prämien für Put-Optionen, und die Delta-Skewness steigt auf 12 %, was bedeutet, dass professionelle Händler eher gegen fallende Kurse absichern, was auf einen möglichen weiteren Test des 80-Dollar-Bereichs hindeutet.
Auch die On-Chain-Grundlagen sind schwächer geworden. Die Einnahmen der Solana DApps sind auf etwa 22 Millionen USD gefallen, ein Tiefstand in 18 Monaten, deutlich weniger als die 36 Millionen USD vor zwei Monaten. Obwohl dieser Trend branchenweit beobachtet wird, übt die nachlassende Nachfrage weiterhin Druck auf SOL aus.
Im Segment der dezentralen Börsen (DEX) bleibt Solana zwar führend bei Handelsvolumen durch Projekte wie Pump, Raydium und Orca, doch im Bereich der unbefristeten Kontrakte herrscht starker Wettbewerb. Spezialisierte Derivatplattformen wie Hyperliquid kontrollieren über 80 % des Marktes, was zu einer Umverteilung der Kapitalflüsse führt.
Zudem verändern neue On-Chain-Produkte die Kapitalstruktur. Der auf Hyperliquid basierende unbefristete Vertrag auf den S&P 500 Index bietet Nicht-US-Nutzern ein neues Handelsinstrument und treibt die Tokenisierung von Aktien auf fast 1,1 Milliarden USD Marktvolumen voran, was die Nachfrage nach dem SOL-Ökosystem in gewissem Maße schwächt.
Aus Bewertungssicht liegt die Marktkapitalisierung von SOL bei etwa 51 Milliarden USD, deutlich unter BNB, doch der Gesamt-Sperrwert und die Netzwerkgebühren bleiben wettbewerbsfähig. Mehrere Unternehmen, die SOL als Kernasset halten, befinden sich derzeit in Verlust, was die vorsichtige Marktstimmung weiter verstärkt.
Es wird angenommen, dass SOL in der kurzen Frist in einer Seitwärts- oder leicht schwächeren Phase verbleiben könnte, solange die On-Chain-Aktivität nicht wieder anzieht und der Derivatemarkt bärisch bleibt. Ein Durchbruch über das Widerstandsniveau von 110 USD erfordert weiterhin mehr Kapital und Nachfrage. (Cointelegraph)