
Cynthia Lummis, republikanische Senatorin aus Wyoming, sagte am 18. März auf dem von der Digital Chamber of Commerce organisierten Blockchain-Gipfel in Washington, D.C., dass das US-Gesetz zur Struktur des digitalen Vermögensmarktes (CLARITY-Gesetz) „sehr nah an der Verabschiedung“ sei. Wenn die aktuelle Gesetzgebungsperiode verpasst werde, „wird es in absehbarer Zukunft keine Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte geben.“ Lummis betonte, dass die Differenzen im Bankensektor derzeit fast beigelegt seien.

(Quelle: Blockchain-Gipfel in Washington, D.C.)
Lummis wies direkt darauf hin, dass die Rendite bei Stablecoins der „Hauptgrund“ für die Verzögerung des Gesetzes sei. Sie erklärte, dass die Krypto-Branche und die Bankenvertreter klare gegensätzliche Positionen vertreten und jeweils ihre Lobbyarbeit im Weißen Haus haben. Sie verriet, dass beide Seiten unter Koordination des Weißen Hauses aktiv nach einem Kompromiss suchen.
„Einige Personen, die bei Rendite- und Ertragsfragen sehr standhaft sind, arbeiten eng mit dem Weißen Haus zusammen und auch mit unseren Mitgliedern, um eine Einigung zu erzielen. Wir glauben, dass wir eine Lösung gefunden haben“, sagte Lummis.
Ihr Sprecher ergänzte, dass Lummis „innerhalb der nächsten Tage“ eine Einigung über die Renditen bei Stablecoins anstrebe und gleichzeitig die Verhandlungen über ethische Klauseln im Gesetz vorantreibe.
Lummis äußerte außerdem, dass die DeFi-bezogenen Bestimmungen „abgeschlossen“ seien, aber bei den Regeln für Kapitaltransfers sowie bei der Klassifizierung von Krypto-Assets als Waren oder Wertpapiere noch einige Details geklärt werden müssten.
Der Gesetzesweg für das Marktstrukturgesetz steht derzeit unter doppeltem Druck: Die beiden Versionen der Senate-Ausschüsse müssen zusammengeführt werden, und es besteht Zeitdruck durch die Zwischenwahlen.
Die beiden Versionen müssen noch zusammengeführt werden, um Streitigkeiten über die Zuständigkeit für Waren und Wertpapiere zu klären, bevor sie dem gesamten Senat zur Abstimmung vorgelegt werden können.
Lummis warnte, dass die Zwischenwahlen im November 2026 den größten externen Zeitdruck darstellen – bei diesen Wahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 33 im Senat neu gewählt. Die Demokraten könnten die Kontrolle über den Kongress zurückgewinnen. Wenn die Republikaner die Mehrheit verlieren, würde die aktuelle Gesetzesdynamik grundlegend umkehren.
Der Senator aus Ohio, Bernie Moreno, formulierte es noch direkter: „Wenn wir das CLARITY-Gesetz bis Mai nicht verabschieden, wird es in absehbarer Zukunft keine Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte geben.“
Bemerkenswert ist, dass Lummis bereits im Dezember letzten Jahres bekannt gab, nicht erneut für den Senat zu kandidieren, was der Gesetzesvorhaben eine persönliche Bedeutung im Abschiedsjahr verleiht. Sie schrieb auf X: „Das könnte unsere einzige Chance sein, die Marktstruktur zu reformieren.“
Lummis zufolge ist das Hauptproblem die Meinungsverschiedenheit zwischen Banken und Krypto-Unternehmen bezüglich der Renditen bei Stablecoins. Zudem sind Fragen zur Tokenisierung von Aktien, ethische Klauseln für gewählte Beamte im Zusammenhang mit Krypto-Assets sowie die Klassifizierung von Krypto-Assets als Waren oder Wertpapiere noch offen.
Die Zwischenwahlen im November könnten die Kontrolle im Kongress verändern. Wenn die Republikaner die Mehrheit verlieren, ist die politische Unterstützung für das Gesetz nicht mehr gegeben. Moreno sagte offen, dass ohne Verabschiedung vor Mai die Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte in absehbarer Zukunft schwer voranzutreiben sei.
Lummis erklärte, dass die DeFi-Bestimmungen im Gesetz „abgeschlossen“ seien, also eine Einigung erzielt wurde. Sie wies jedoch darauf hin, dass bei den Regeln für Kapitaltransfers sowie bei der Definition von Waren und Wertpapieren noch einige Details geklärt werden müssten.