Gate News Nachrichten, am 18. März schrieb die Lobbyorganisation Coin Center an die US-Börsenaufsicht SEC und forderte, dass sie bei der Entwicklung systematischer Regeln Priorität setzen sollte, anstatt die Regulierung von Krypto-Assets weiterhin fallweise durch “No-Action Letters” zu regeln. Die Organisation betonte, dass die Abhängigkeit von einzelnen Ausnahmen zwar kurzfristige Sicherheit bieten kann, aber zu regulatorischer Fragmentierung und unfairen Marktbedingungen führen könnte.
Coin Center erklärte in dem Schreiben, dass der Kernwert des Krypto-Netzwerks in seiner Funktion als eine Art öffentliche Infrastruktur liegt, und nicht in einem von einem einzelnen Unternehmen dominierten Dienstleistungsmodell. Daher ist die Schaffung eines klaren und einheitlichen Regulierungsrahmens für die langfristige Entwicklung der Branche entscheidend. Das Schreiben wurde am 5. März veröffentlicht, und die SEC veröffentlichte anschließend ein erläuterndes Dokument, das den Anwendungsbereich der Regulierung für “nicht-wertpapierähnliche Krypto-Assets” definierte und eine Klassifizierung für digitale Güter, digitale Sammlerstücke, Stablecoins und digitale Wertpapiere vorschlug.
Gleichzeitig unterzeichneten die US-Börsenaufsicht SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) am 12. März ein Memorandum of Understanding, um die Koordination bei der Regulierung der Finanzmärkte zu stärken. Dieser Schritt gilt als entscheidend, um die langjährigen Streitigkeiten über die Abgrenzung der Regulierungsbefugnisse zu entschärfen.
Dennoch setzen die Regulierungsbehörden ihre Praxis fort, einzelne Fälle durch No-Action Letters zu behandeln. Kürzlich erteilte die CFTC einem Krypto-Wallet-Dienstleister namens Phantom Technologies eine solche Erlaubnis, unter bestimmten Bedingungen keine Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht registrierte Makler zu ergreifen. Zuvor hatte auch die SEC ähnliche Ausnahmen für einige DePIN-Projekte und verwahrungsbezogene Krypto-Dienste gewährt.
Coin Center ist der Ansicht, dass diese selektive Regulierung dazu neigen könnte, Ressourcen zugunsten besser ausgestatteter Projekte zu lenken und so die Marktgerechtigkeit zu schwächen. Gleichzeitig arbeitet der US-Kongress an dem “CLARITY Act”, der die Regulierungsbefugnisse der SEC und der CFTC im Bereich digitaler Vermögenswerte klarer definieren soll. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass ein Erfolg dieses Gesetzes den Weg für eine klarere Compliance für Mainstream-Assets wie Bitcoin und Ethereum sowie für aufstrebende Projekte ebnen und die Unsicherheit in der Branche verringern würde.