XRP gewinnt an klarer regulatorischer Grundlage, da US-Behörden es ausdrücklich unter digitalen Rohstoffen in der neuen SEC-Richtlinie einordnen, was es mit wichtigen Krypto-Assets wie Bitcoin und Ether in Einklang bringt und eine Verschiebung hin zu einer funktionsbasierten Aufsicht verstärkt, die die Bewertung von Risiken, Werttreibern und langfristiger Marktpositionierung für Investoren neu gestalten könnte.
Eine klarere regulatorische Richtung für XRP nimmt Gestalt an, da US-Behörden die Bewertung von Krypto-Assets im Rahmen des Bundeswertpapiergesetzes neu definieren. In einem bahnbrechenden Schritt veröffentlichten die US-Börsenaufsicht SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) am 17. März 2026 eine interpretative Mitteilung, die XRP in einen funktionsorientierten Klassifizierungsrahmen einordnet.
Im Gegensatz zu früheren Ansätzen, die stark auf Durchsetzungsmaßnahmen setzten, konzentriert sich die aktualisierte Interpretation darauf, wie eine Krypto-Asset funktioniert und woher ihr Wert stammt. In diesem Zusammenhang wird ein digitaler Rohstoff als ein Krypto-Asset beschrieben, dessen Wert durch die Funktionsweise seines zugrunde liegenden Netzwerks und Marktangebot-Nachfrage-Kräfte bestimmt wird, anstatt auf Managementbemühungen zu basieren. Solche Vermögenswerte gewähren keine finanziellen Rechte wie Gewinnbeteiligung, Einkommensströme oder Eigentum an einer Einheit, können jedoch innerhalb ihrer Ökosysteme bestimmte funktionale oder technische Nutzungen aufweisen.
Innerhalb dieses Rahmens wird XRP direkt unter den Vermögenswerten gelistet, die als digitale Rohstoffe gelten. Die gemeinsame SEC-CFTC-Richtlinie erklärt:
„Beispiele für digitale Rohstoffe sind Aptos (APT); Avalanche (AVAX); Bitcoin (BTC); Bitcoin Cash (BCH); Cardano (ADA); Chainlink (LINK); Dogecoin (DOGE); Ether (ETH); Hedera (HBAR); Litecoin (LTC); Polkadot (DOT); Shiba Inu (SHIB); Solana (SOL); Stellar (XLM); Tezos (XTZ); und XRP (XRP).“
Das Dokument erklärt weiter: „Ein digitaler Rohstoff selbst, wie in dieser Mitteilung beschrieben, ist kein Wertpapier, weil er nicht die wirtschaftlichen Merkmale eines Wertpapiers aufweist. Ein digitaler Rohstoff stellt keine der in der Definition von ‚Wertpapier‘ aufgeführten Finanzinstrumente dar, weil er unter anderem keine digitalisierte Form solcher Instrumente, einschließlich eines Investmentvertrags, repräsentiert.“ Diese Aufnahme deutet darauf hin, dass Regulierungsbehörden die Preisentwicklung von XRP mit Netzwerknutzung und offenen Marktmechanismen in Verbindung bringen, anstatt mit vertraglichen Rechten, die an einen zentralen Emittenten gebunden sind.
Die Debatte über die Klassifizierung von XRP hat sich über mehrere Jahre hingezogen, wobei Ripple-CEO Brad Garlinghouse stets betonte, dass der Token selbst kein Wertpapier ist, obwohl er eine zentrale Rolle im größeren Ökosystem und Betrieb von Ripple spielt. Er argumentierte, dass XRP unabhängig vom Unternehmen funktioniere, mit seinem Wert durch Marktdynamik bestimmt werde und somit näher an einer Ware sei, trotz seiner prominenten Rolle in Ripples Strategie. Diese Haltung gewann an Momentum während einer früheren Regierungsperiode, die von Durchsetzungsmaßnahmen geprägt war und Kritik von Branchenakteuren hervorrief, die klarere und konsistentere Regulierungsstandards forderten.
Ein entscheidender Moment kam im Juli 2023, als Richterin Analisa Torres eine geteilte Entscheidung traf, die zwischen verschiedenen Arten von XRP-Transaktionen unterschied. Das Gericht stellte fest, dass XRP an sich kein Wertpapier ist, während bestimmte institutionelle Verkäufe mit vertraglichen Vereinbarungen die Kriterien für Investmentverträge erfüllten. Im Gegensatz dazu wurden programmatische Verkäufe an öffentlichen Börsen nicht als Wertpapiertransaktionen angesehen, da die Käufer keinen direkten Bezug zu Ripples Bemühungen hatten.
Unter der Interpretation von 2026 bewegen sich die Regulierungsbehörden näher an die Formalisierung dieser Unterscheidungen. XRP wird als Nicht-Wertpapier-Asset behandelt, wenn es als digitaler Rohstoff fungiert und nicht an ein Investmentvertrag gebunden ist, was mit der Ansicht übereinstimmt, dass sein Wert aus Netzwerkkapazitäten und Marktkräften stammt, anstatt aus zentraler Kontrolle. Gleichzeitig betont die Richtlinie, dass die Struktur und Bewerbung einer Transaktion entscheidend bleiben, was bedeutet, dass XRP-bezogene Angebote weiterhin unter Wertpapiergesetze fallen könnten, wenn sie Erwartungen an Managementaktivitäten schaffen.
Durch die gemeinsame Veröffentlichung dieser Interpretation mit der Commodity Futures Trading Commission signalisieren die Regulierungsbehörden eine Verschiebung hin zu einer Rohstoff-ähnlichen Aufsicht für Vermögenswerte wie XRP. Dieser Ansatz verringert den Fokus auf Durchsetzungsstreitigkeiten und legt stattdessen Bedingungen fest, unter denen Krypto-Assets innerhalb oder außerhalb der Wertpapierhoheit fallen, was einen klareren regulatorischen Weg für Marktteilnehmer schafft.
Stuart Alderoty, Chief Legal Officer von Ripple, kommentierte die SEC-CFTC-Richtlinie auf der Social-Media-Plattform X:
„Wir wussten immer, dass XRP kein Wertpapier ist – und jetzt hat die SEC klargestellt, was es ist: ein digitaler Rohstoff. Dank an die Crypto Task Force für die Arbeit an der Klarheit, die Märkte, Investoren und Innovatoren schon lange verdienen.“
Er verringert die rechtliche Unsicherheit und fördert eine breitere Marktbeteiligung sowie den Zugang für Institutionen.
Der Wert von XRP ist jetzt klarer an Netzwerknutzung und Angebot-Nachfrage-Dynamik gebunden, anstatt an Emittentenaktivitäten.
Ja, bestimmte strukturierte oder beworbene Transaktionen mit XRP können weiterhin unter Wertpapiergesetze fallen.
Sie positioniert XRP innerhalb einer anerkannten Rohstoffkategorie, stärkt seine Legitimität und Marktstellung.