Mike McGlone, leitender Makrostratege bei Bloomberg, meint, dass die Eskalation der Spannungen zwischen den USA – Israel und Iran einen erheblichen Rückgang an den Aktien- und Kryptowährungsmärkten auslösen könnte.
Leitender Makrostratege bei Bloomberg, Mike McGlone. Laut McGlone könnte im negativen Szenario der US-Aktienmarkt um bis zu 50 % abstürzen, was eine Welle der Schwäche auf den Kryptomärkten auslösen würde.
Er warnt auch, dass die Gefahr einer Schließung des Hormuzstrahls die globale Wirtschaftsordnung erschüttert, die Preise für Rohstoffe in die Höhe treibt und starke Volatilität auf den Märkten für Öl, Energie, Erdgas und Edelmetalle verursacht – was zusätzlichen Druck auf die Aktienmärkte ausübt.
McGlone warnt, dass die Eskalation des Konflikts als Katalysator für eine Marktkorrektur im Stil der globalen Finanzkrise 2008 dienen könnte. Er schätzt, dass die extremen Schwankungen bei Öl und Gold nicht nur die Rohstoffmärkte betreffen, sondern auch das Risiko einer Ausbreitung auf die US-Aktienmärkte besteht.
In diesem Zusammenhang empfiehlt er Tradern, die auf Strategien setzen, die von Marktverzerrungen profitieren, die Gelegenheiten zum Kaufen oder Verkaufen zu nutzen. Er ist der Ansicht, dass die zunehmende Volatilität nicht nur Risiken birgt, sondern auch zahlreiche Handelschancen eröffnet.
Als Beleg für diese Ansicht weist McGlone darauf hin, dass sowohl Bitcoin als auch Silber in der Vergangenheit starke Anstiege verzeichneten, gefolgt von schnellen Korrekturen. Er weist außerdem darauf hin, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung bei Rohöl die Höchststände von 2022 und 2008 annähert.
Insgesamt glaubt McGlone, dass der Markt in diesem Jahr viele Parallelen zu 2008 aufweist – einer Zeit, in der die Indizes stark gefallen sind – aber gleichzeitig auch viel Raum für flexible Trader bietet, insbesondere im Rohstoffsektor.
McGlone bleibt bei seiner Einschätzung, dass Bitcoin auf etwa 10.000 USD zurückfallen könnte, was er als langfristigen Durchschnittswert nach der Beseitigung spekulativer Übertreibungen ansieht. Er meint: „Wir haben die größte Geldmengenausweitung der Geschichte erlebt, die alle risikoreichen Vermögenswerte stark steigen ließ. Krypto führte den Aufschwung an – und jetzt führt es auch den Abwärtstrend.“
Derzeit zeigen die Rohstoffmärkte gemischte Bewegungen: Gold fällt um etwa 0,3 % auf 5.005,37 USD pro Unze, während Silber leicht um 0,25 % auf 80,78 USD pro Unze steigt. Im Energiesektor fällt WTI-Öl um 2,50 % auf 96,27 USD pro Barrel. Im Gegenzug wird Bitcoin bei etwa 74.214,55 USD gehandelt, was einem Anstieg von 4,4 % innerhalb der letzten 24 Stunden entspricht.