Warum ist es schwierig, KI-Handelsroboter genehmigt zu bekommen? Institutionelle Vorteile und Haftungsrisiken enthüllen die Wahrheit über Kryptohandel

Gate News Nachrichten, 17. März: Trotz immer wieder auftauchender Berichte über „KI-Handelsroboter mit Gewinn von mehreren Millionen Dollar“ sind große Tech-Unternehmen und führende Labore noch nicht offiziell in diesem Bereich aktiv. Die Debatte über den tatsächlichen Wert von künstlicher Intelligenz im Krypto-Handel spaltet die Branche zunehmend.

Einige Trader nutzen das Modell Claude von Anthropic, um automatisierte Handelswerkzeuge zu entwickeln, die kurzfristige Gewinne durch Marktvorhersagen und On-Chain-Transaktionen erzielen. Haseeb Qureshi, Managing Partner bei Dragonfly Capital, warnt jedoch, dass solche Strategien auf mehreren unsicheren Annahmen basieren, etwa dass Privatanleger langfristig gegen Institutionen gewinnen können oder dass allgemeine Modelle dauerhaft Arbitrage-Möglichkeiten bieten.

Zunächst ist die Verantwortlichkeit ein zentrales Hindernis für Tech-Unternehmen, in den Markt einzusteigen. Wenn ein KI-Modell in echten Trades schwerwiegende Fehler macht, etwa bei der Ausführung von Hebelgeschäften oder Asset-Transfers, könnten rechtliche und reputationsbezogene Schäden die potenziellen Gewinne bei Weitem übersteigen. Im Vergleich dazu wird KI im Blockchain-Bereich derzeit vor allem für Sicherheitstests eingesetzt, etwa bei der Erkennung von Smart-Contract-Schwachstellen, anstatt direkt Vermögenswerte zu verwalten.

Zweitens bestimmt die Marktstruktur, dass Strategien langfristig schwer wirksam bleiben. Handelslogiken, die auf allgemeinen Modellen basieren, sind im Kern öffentlich, was bedeutet, dass jede profitable Strategie von Institutionen schnell kopiert und skaliert werden kann. Große quantitativen Firmen wie Jane Street verfügen über Infrastruktur mit niedriger Latenz und größere Kapitalmengen, was es ihnen ermöglicht, Arbitrage-Möglichkeiten in kürzester Zeit zu minimieren und Privatanlegern das Halten von Vorteilen zu erschweren.

Außerdem steht die Idee, dass „KI autonom Geld verdienen kann“, vor praktischen Herausforderungen. Aufgrund der hohen Homogenität der Modelle können große KI-Instanzen keinen differenzierten Wettbewerbsvorteil mehr erzielen. Weder bei der Bereitstellung von Dienstleistungen noch bei der Entwicklung von Geschäftsstrategien lassen sich Unterschiede in der Ausgabe vermeiden. Dies steht im Gegensatz zu Peter Thiels Konzept des „einzigartigen Informationsvorteils“, der als wesentliche Quelle für geschäftlichen Erfolg gilt.

Obwohl einige On-Chain-Handelsroboter derzeit noch temporäre Gewinne erzielen, könnte dieser Vorteil mit zunehmendem Kapital- und Technologieneinsatz schnell verwässert werden. Analysten sind der Ansicht, dass in einem Umfeld mit Hochfrequenz- und Niedrig-Latenz-Wettbewerb diejenigen dominieren, die Infrastruktur und Kapital kontrollieren. Für gewöhnliche Trader wird es immer schwieriger, durch allgemeine KI-Modelle nachhaltige Gewinne zu erzielen.

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