Immer noch über hohe On-Chain-Gebühren beschwert? Ethereum Gas fällt auf 0,01 USD und erreicht Allzeittief

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Autor: Fenrir, Krypto-Stadt

Seit langem wird die hohe Transaktionsgebühr im Ethereum-Netzwerk diskutiert, doch in letzter Zeit hat sich die Lage deutlich verbessert. Laut der On-Chain-Datenplattform Etherscan liegt der durchschnittliche Gas-Preis bei Ethereum derzeit bei etwa 0,045 Gwei, was in den letzten Jahren einen seltenen Tiefstand darstellt.

Bildquelle: Etherscan | Der durchschnittliche Gas-Preis bei Ethereum beträgt etwa 0,045 Gwei

Bei diesem Gebührenniveau sind die meisten On-Chain-Operationen äußerst kostengünstig geworden. Im praktischen Test auf Uniswap betragen die Transaktionskosten für den Austausch (Swap) gängiger ERC-20-Token etwa 0,01 USD; Überweisungen kosten sogar weniger als 0,01 USD. Selbst bei komplexeren Vorgängen wie Cross-Chain-Transfers oder DeFi-Leihgeschäften bleiben die Kosten in der Regel unter 0,12 USD.

Bildquelle: Uniswap | Praktischer Test auf Uniswap: Die Transaktionsgebühr für einen ERC-20-Token-Swap liegt bei etwa 0,01 USD

Langfristig betrachtet ist der Rückgang der Gas-Gebühren noch deutlicher. Die durchschnittlichen Gebühren der letzten Woche lagen bei etwa 0,5 bis 0,6 Gwei, während sie im gleichen Zeitraum 2025 noch bei fast 6 Gwei lagen, was einen Rückgang von über 90 % innerhalb eines Jahres bedeutet. Für Ethereum, das während des Bullenmarkts einzelne Transaktionen mit Gebühren von über 200 USD verzeichnete, sind die aktuellen Gebühren fast als historisch niedrig zu bezeichnen.

Layer2 und Upgrades treiben die Transformation der Ethereum-Rolle voran Analysen zeigen, dass der Rückgang der Transaktionskosten eng mit den Netzwerk-Architekturänderungen der letzten Jahre verbunden ist. Mit dem schnellen Wachstum der Layer2-Skalierungslösungen wurden viele alltägliche Transaktionen auf Netzwerke wie Arbitrum, Base und Optimism verlagert. Gleichzeitig wurde das Dencun-Upgrade 2024 eingeführt, das EIP-4844 (Proto-Danksharding) beinhaltet und die Kosten für Rollups bei der Veröffentlichung von Daten auf der Mainnet erheblich senkt; das im Jahr 2025 eingeführte Fusaka-Upgrade erhöht die Blob-Kapazität durch PeerDAS-Technologie und verbessert so die Datenverarbeitung weiter. Diese technologischen Veränderungen ermöglichen es, eine Vielzahl von Hochfrequenztransaktionen, Stablecoin-Transfers und DeFi-Operationen auf Layer2 durchzuführen, während die Mainnet-Blockchain zunehmend als sichere Abrechnungsschicht fungiert. Derzeit liegt die Auslastung des Ethereum-Blocks bei etwa 46 %, was im Vergleich zu früheren Zeiten, in denen es häufig zu Überlastungen kam, relativ stabil ist. Für Entwickler bedeutet das niedrigere Gas-Gebühren auch eine einfachere Testung von Smart Contracts, das Deployment von Anwendungen und das Minting von NFTs.

Gebührenreduktion, aber Markt bleibt aufmerksam auf Nachfrage und Preisentwicklung Trotz der niedrigen Transaktionskosten steht der Ethereum-Markt vor anderen Herausforderungen. Der Preis von Ether schwankt derzeit um die 2.075 USD und liegt deutlich unter den Höchstständen im Jahr 2025. Marktanalyse zufolge üben die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und der Abfluss von ETF-Mitteln Druck auf die Gesamtpreisentwicklung des Kryptomarktes aus. Dennoch zeigen On-Chain-Daten, dass die Aktivität im Ethereum-Ökosystem nicht abnimmt. Die Anzahl der Transaktionen bleibt hoch, was unter anderem auf das kontinuierliche Wachstum des Layer2-Netzwerks zurückzuführen ist. Zudem bleiben die Zahl der Stablecoin-Abrechnungen und die Anzahl der Smart Contract-Calls aktiv. Diese Daten deuten darauf hin, dass die Nutzung des Ethereum-Ökosystems weiterhin besteht, auch wenn sich die Aktivitäten zunehmend auf die Skalierungsschichten verlagern.

Vergleich der Transaktionskosten und grenzüberschreitender Überweisungen: Stablecoins behalten Vorteile, je nach Szenario Kürzlich veröffentlichte Zhaosheng Bank eine Testüberweisung mit Stablecoins und stellte fest, dass die Transaktionskosten in der Regel bei etwa 1 bis 2 USDT liegen, zuzüglich einer proportionalen Gebühr von etwa 0,2 %. Laut diesem Experiment könnten bei Überweisungen über 7.000 USD (etwa 200.000 TWD) die Gesamtkosten bei Banken niedriger sein als bei Stablecoin-Transfers. Allerdings hat die tatsächliche On-Chain-Gebührensituation diese Annahme in der Krypto-Community diskutiert. Nach dem historischen Tief bei Gas-Gebühren auf Ethereum kostet eine ERC-20-Überweisung derzeit nur etwa 0,01 bis 0,02 USD, und die durchschnittlichen Gebühren für DeFi-Swaps liegen bei etwa 0,11 bis 0,14 USD. Das bedeutet, dass selbst bei mehreren On-Chain-Operationen die Gesamtkosten weit unter 1 USDT liegen. Mit Layer2-Netzwerken können einzelne Transaktionen sogar für weniger als 0,01 USD durchgeführt werden. Daher argumentieren einige, dass das Kostenmodell der Zhaosheng Bank-Studie die aktuellen, rapide sinkenden On-Chain-Gebühren möglicherweise nicht vollständig widerspiegelt. Mit der fortschreitenden Skalierung von Ethereum und der kontinuierlichen Senkung der Gas-Gebühren verändern sich auch die Kostenstrukturen für Kryptowährungszahlungen und grenzüberschreitende Überweisungen, was die bisherigen Vorstellungen von Blockchain-Gebühren neu definiert.

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