
Das US-Bundesgericht verkündete am 16. März, dass der ehemalige stellvertretende Sheriff von Los Angeles County, Michael David Coberg, wegen Verschwörung zur Erpressung und Menschenrechtsverletzung zu 63 Monaten Bundeshaft verurteilt wurde. Coberg wurde für schuldig befunden, während seiner Amtszeit monatlich mindestens 20.000 US-Dollar von dem selbsternannten Kryptowährungs-“Paten” des Los Angeles-Unternehmers Adam Iza erhalten zu haben.
(Quelle: FBI)
Coberg bekannte sich im September letzten Jahres schuldig. Bundesgerichtsdokumente offenbarten zwei konkrete Aktionen, bei denen er mit Adam Iza zusammenarbeitete:
Vorfall 1: Erpressung und Überweisung von 127.000 US-Dollar Im Oktober 2021 wurde eine weibliche Opferperson zu Adam Izas Wohnsitz in Bell, Los Angeles, gebracht, um finanzielle Streitigkeiten zu klären. Während des Treffens zeigte Iza mehrere Waffen, darunter ein Sturmgewehr. Coberg, in seiner Funktion als aktiver Polizist, befragte die Opferperson, die schließlich gezwungen war, rund 127.000 US-Dollar von ihrem US-Bankkonto auf ein von Iza kontrolliertes Konto zu überweisen. Während des gesamten Verhörs war Coberg anwesend.
Vorfall 2: Planung einer fingierten Verhaftung Adam Iza und Coberg arrangierten eine Falle, bei der ein Rivale aus Florida nach Los Angeles gelockt wurde, um an einem vorher festgelegten Ort eine Verkehrskontrolle durchzuführen. Ein weiterer stellvertretender Sheriff wurde später wegen des Fundes von Drogen im Fahrzeug des Opfers verhaftet. Adam Iza und Coberg waren persönlich vor Ort, um die Verhaftung zu beobachten und filmten den Vorgang. Später wurden Nachrichten verschickt, die deutlich spöttisch wirkten.
Adam Iza wurde im September 2024 von Bundesbehörden festgenommen und sieht sich mehreren Anklagen gegenüber, darunter Verschwörung, Telekommunikationsbetrug und Steuerhinterziehung. Das kriminelle Vorhaben umfasst eine Betrugsmasche im Wert von 37 Millionen US-Dollar bei Meta (Facebook-Muttergesellschaft). Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass die Gesamteinnahmen aus den kriminellen Aktivitäten mehrere Millionen US-Dollar betragen, darunter etwa 16 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen, sowie einen gescheiterten Einbruchsversuch im Jahr 2022.
Adam Iza wurde außerdem beschuldigt, FBI-Beamte mit Waffen erpresst zu haben. Sein Spitzname „Godfather“ (Pate) stammt von diesem gewaltbasierten Geschäftsmodell, bei dem Einschüchterung durch Gewalt im Mittelpunkt steht. Er befindet sich derzeit weiterhin in Untersuchungshaft und wartet auf die Urteilsverkündung durch das Bundesgericht in Los Angeles. Zudem stehen zusätzliche Entführungsanklagen aus Connecticut aus.
Gleichzeitig hat Iris Ramaya Au, die ehemalige Freundin von Adam Iza, einem Bundessteuerverfahren zugestimmt, indem sie eingestanden hat, illegale Einkünfte von über 2,6 Millionen US-Dollar aus Betrugsaktivitäten, bei denen sie Adam Iza unterstützte, nicht deklariert zu haben. Sie droht eine Höchststrafe von drei Jahren Bundeshaft.
Die Verurteilung von Coberg ist die neueste Entwicklung in der Reihe der bundesweiten Fälle gegen Adam Iza und ein typisches Beispiel dafür, wie Kryptowährungsdelikte durch Korruption innerhalb der Strafverfolgung ausgeweitet werden. Dabei wird die staatliche Macht genutzt, um private Geschäfts- und Konkurrenzstreitigkeiten durch Einschüchterung zu beeinflussen, was die kriminellen Aktivitäten faktisch durch staatliche Autorität absichert.
Adam Iza ist ein Unternehmer aus Los Angeles, der unter dem Spitznamen „Godfather“ bekannt ist. Ihm werden mehrere Betrugspläne vorgeworfen, darunter ein Betrug im Wert von 37 Millionen US-Dollar bei Meta-Werbung sowie etwa 16 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen. Zudem wird ihm vorgeworfen, langjährige aktive Beamte als Handlanger und Berater für seine kriminellen Geschäfte beschäftigt zu haben.
Die Hauptvorwürfe gegen Coberg umfassen: monatliche Zahlungen von 20.000 US-Dollar während seiner Dienstzeit, um Adam Iza als Sicherheitsberater und Bodyguard zu unterstützen; Befragung von Opfern in seiner Funktion als aktiver Polizist, um Erpressung und Überweisungen zu erzwingen; sowie die gemeinsame Planung und persönliche Überwachung einer fingierten Verhaftung eines Rivalen.
Der Fall zeigt, dass Kryptowährungsdelikte bereits in der Lage sind, die Integrität der Strafverfolgung zu untergraben, indem sie staatliche Macht zur Einschüchterung privater Geschäfts- und Konkurrenzakteure missbrauchen. Es macht auch deutlich, dass die Bekämpfung von Krypto-Kriminalität eine umfassende Untersuchung ihrer Unterstützungsnetzwerke erfordert, einschließlich korrupter Beamter, die „Dienstleistungen“ für die Kriminellen erbringen.