SEC hebt Klage gegen BitClout-Gründer auf und darf nicht erneut klagen – Wendepunkt in der Krypto-Regulierung zeichnet sich ab

Gate News Nachrichten, 16. März: Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat offiziell die Klage gegen Nader Al-Naji zurückgezogen und bestätigt, dass die entsprechenden Vorwürfe in Zukunft nicht erneut erhoben werden dürfen. Diese Entscheidung beendet eine etwa zweijährige Rechtsstreitigkeit und gilt als eines der wichtigen Signale für Veränderungen im US-Kryptoregulierungsklima.

Laut einer gemeinsamen Rücknahmevereinbarung, die beim Bundesbezirksgericht im Southern District of New York eingereicht wurde, erklärte die SEC, dass die Entscheidung zum Rückzug teilweise auf Fortschritten bei der Untersuchung des Regulierungsausschusses für Kryptowährungen sowie auf einer Neubewertung der Beweisaufnahme beruht. Dieser Ausschuss ist für die Entwicklung neuer Regulierungsrichtlinien für digitale Vermögenswerte zuständig und wird voraussichtlich in Zukunft eine klarere regulatorische Richtung vorgeben. Die SEC betonte jedoch, dass der Rückzug in diesem Fall eine Einzelfallentscheidung ist und nicht bedeutet, dass andere Krypto-Ermittlungsverfahren die gleiche Haltung einnehmen werden.

Der Fall begann im Juli 2024 mit Anklagen. Die SEC behauptete, Al-Naji habe durch die Ausgabe des Tokens BTCLT auf der BitClout-Plattform mehr als 257 Millionen US-Dollar gesammelt und den Investoren versichert, dass die Gelder nicht für das Gehalt des Teams verwendet würden. Die Behörde beschuldigte ihn jedoch, etwa 7 Millionen US-Dollar für persönliche Ausgaben genutzt zu haben, darunter die Miete für eine Villa in Beverly Hills und die Überweisung von Geldern an Familienmitglieder. Zudem sei BitClout in seiner Betriebsstruktur nicht vollständig dezentralisiert, und Al-Naji kontrolliere das Projekt im Hintergrund.

Al-Naji war früher Google-Ingenieur, Gründer des Stablecoin-Projekts Basis und Schöpfer des DeSo-Blockchain-Netzwerks. Das von ihm entwickelte BitClout wurde 2021 eingeführt und fokussiert auf eine blockchain-basierte Social-Media-Ökologie.

Das Vergleichsvereinbarung sieht außerdem vor, dass Al-Naji auf das Recht verzichtet, gegen die SEC Schadensersatzforderungen für Anwaltskosten geltend zu machen. Zudem hat das US-Justizministerium im Februar 2025 eine weitere Anklage wegen Telekommunikationsbetrugs gegen ihn fallengelassen, die ebenfalls nicht erneut erhoben werden darf. Al-Naji äußerte auf sozialen Plattformen, dass die Einstellung des Verfahrens bedeute, dass die Vorwürfe unbegründet seien.

Marktbeobachter weisen darauf hin, dass sich die Durchsetzungsstrategie der US-Regulierungsbehörden unter der Trump-Regierung im Bereich der Kryptowährungen verändert. Einige Verfahren gegen digitale Vermögensprojekte wurden zurückgezogen oder neu bewertet, was die Branche dazu veranlasst, die zukünftige Entwicklung der Regulierungspolitik genau zu verfolgen.

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