Mastercard, der globale Zahlungsriese, beschleunigt seine Blockchain-Zahlungsstrategie und kündigt die offizielle Einführung des neuen „Kryptowährungspartnerprogramms“ an. Über 85 Unternehmen aus den Bereichen digitale Vermögenswerte und Zahlungsindustrie haben sich zusammengeschlossen. Ziel ist es, Blockchain-Technologie mit der globalen Zahlungsinfrastruktur des Unternehmens zu verbinden und den Weg für den Alltagseinsatz von Kryptowährungen zu ebnen.
Mastercard erklärte in einer Stellungnahme, dass die teilnehmenden Organisationen Krypto-Börsen, Blockchain-Entwickler, Fintech-Unternehmen und traditionelle Banken umfassen, darunter die weltweit größte Kryptowährungsbörse Binance, den Stablecoin-Emittenten Circle, Ripple, Gemini, Paxos und den Zahlungsriesen PayPal.
Durch dieses Programm werden Mastercard und seine Partner gemeinsam erforschen, wie Blockchain-Systeme mit traditionellen Zahlungskanälen verbunden werden können, die von Banken, Händlern und Verbrauchern weltweit genutzt werden.
Mastercard betonte, dass sich das Programm auf praktische Anwendungsfälle konzentriert, bei denen digitale Vermögenswerte bereits verbreitet sind, wie grenzüberschreitende Überweisungen, B2B-Zahlungen und globale Zahlungsdienste.
Früher operierten digitale Vermögenswerte meist außerhalb des traditionellen Finanzsystems. In den letzten Jahren hat sich die Einstellung jedoch gewandelt: Immer mehr Unternehmen und Finanzinstitute versuchen, Blockchain-Tools zu integrieren, um schnellere grenzüberschreitende Transaktionen und Überweisungen zu ermöglichen oder rund um die Uhr Abrechnungen durchzuführen.
Für Mastercard besteht die Herausforderung heute nicht darin, „neue Technologien zur Ersetzung bestehender Systeme“ einzusetzen, sondern vielmehr darin, diese Technologien nahtlos in die bereits bestehenden Finanzinfrastrukturen zu integrieren.
Das Mastercard-Zahlungsnetzwerk deckt derzeit mehr als 200 Länder und Regionen ab, mit Banken, Händlern und Verbrauchern. Das Unternehmen ist überzeugt, dass der Durchbruch für Blockchain-Zahlungen nur durch eine nahtlose Anbindung an die bereits funktionierende globale Finanzinfrastruktur erreicht werden kann.
Das „Kryptowährungspartnerprogramm“ von Mastercard wurde genau dafür ins Leben gerufen. Die teilnehmenden Unternehmen werden gemeinsam mit den Top-Teams von Mastercard innovative Finanzprodukte entwickeln, die „On-Chain-Tools“ mit etablierten Zahlungssystemen verbinden. Zu diesen zukunftsweisenden Tools gehören „programmierbare Zahlungen“ und die kürzlich im Wall Street-Umfeld viel beachtete „Tokenisierung von Vermögenswerten“.
In den letzten Jahren hat Mastercard durch verschiedene Strategien die Verbindung zur Digital-Asset-Branche vertieft. Dazu gehören die Einführung von Co-Branding-Zahlungskarten, die Kryptowährungen unterstützen, die Förderung von Blockchain-Startups durch den „Start Path“-Accelerator sowie die Entwicklung spezieller Dienste, um traditionellen Banken bei der Verwaltung von Kryptowährungs-Compliance und -Risiken zu helfen. Mastercard hat sich somit zunehmend im Bereich der Kryptowährungen etabliert.
Natürlich arbeitet auch der Wettbewerber Visa bereits mit Stablecoin-Emittenten und Blockchain-Unternehmen zusammen, um die Abwicklung mit „digitalem Dollar“ zu testen. Gleichzeitig erforschen große Banken das Potenzial von „Tokenisierten Einlagen“ und Blockchain-Zahlungssystemen.