Netflix kauft seine KI-Unternehmen für 600 Millionen Dollar auf! Ben Affleck: KI ist nur ein Werkzeug und kann die Kernwerte der Menschheit nicht replizieren

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Bloomberg berichtet, dass Netflix bis zu 600 Millionen US-Dollar in den Kauf des KI-Postproduktionsunternehmens InterPositive von Ben Affleck investiert hat. In früheren Interviews mit Matt Damon äußerten sie, dass KI ein Werkzeug zur Steigerung der Effizienz bei der Filmproduktion sei, aber niemals die zentralen künstlerischen Werte des Menschen reproduzieren könne.

Bloomberg: Netflix investiert 600 Mio. USD in den Kauf von Afflecks KI-Unternehmen

Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg kündigte Netflix letzte Woche den Kauf des KI-Unternehmens InterPositive von Hollywood-Star Ben Affleck an. Mit einem Transaktionsvolumen von bis zu 600 Millionen US-Dollar könnte dies eine der größten Übernahmen in der Geschichte von Netflix werden, nur übertroffen von der vorherigen Akquisition der Roald Dahl Story Company für etwa 700 Millionen US-Dollar.

Der Bericht weist darauf hin, dass der anfängliche Barzahlungsanteil bei der Übernahme gering ist, der Rest hängt davon ab, ob das Unternehmen bestimmte Leistungsziele in der Zukunft erreicht.

Nach Abschluss der Übernahme wird das Team von 16 Personen, bestehend aus Ingenieuren, Forschern und Kreativen, vollständig zu Netflix wechseln. Gründer Ben Affleck wird auch als Senior Advisor bei Netflix tätig sein und weiterhin fachkundige Beratung leisten.

Affleck’s KI-Unternehmen wurde 2022 gegründet und konzentriert sich auf KI-Postproduktionstools

Seit er zusammen mit Matt Damon den Oscar für das beste Originaldrehbuch für den Film „Good Will Hunting“ gewann und seine Karriere als Schauspieler startete, hat Affleck in mehreren Filmen mitgewirkt, darunter auch Marvels „Daredevil“.

Bereits 2022 gründete Affleck InterPositive und veröffentlichte keine weiteren Investoren außer sich selbst. Das Unternehmen entwickelt hauptsächlich KI-Tools zur Effizienzsteigerung bei der Postproduktion von Filmen sowie CGI-, Animations- und 3D-Mapping-Arbeiten.

Bildquelle: Offizielle Webseite von InterPositive, KI-Arbeiten des von Affleck gegründeten Unternehmens

Das System von InterPositive erstellt KI-Modelle basierend auf den vorhandenen täglichen Filmmaterialien, sodass Produzenten diese Modelle in der Postproduktion für Tonmischung, Farbkorrektur, Neubeleuchtung und visuelle Effekte verwenden können, um auch Kontinuitätsprobleme zu lösen.

Wichtig ist, dass die KI-Tools von InterPositive keine völlig neuen Inhalte generieren und keine urheberrechtlich geschützten Filmmaterialien ohne Erlaubnis verwenden, im Gegensatz zu gängigen KI-Video-Generatoren wie Sora oder Veo.

Netflix plant, diese Technologie internen Kreativpartnern zugänglich zu machen, derzeit gibt es keine Pläne für einen kommerziellen Verkauf.

KI-generierte Inhalte werden zunehmend mittelmäßig, verbessern aber die Produktionseffizienz

Affleck, der sowohl Regisseur als auch Drehbuchautor ist, hat kürzlich zusammen mit Matt Damon in einem Interview bei „Joe Rogan Experience“ seine Meinung zur Aussage geäußert, dass KI die Filmbranche ersetzen werde.

Er glaubt, dass KI derzeit noch nicht in der Lage ist, bedeutungsvolle Filme aus dem Nichts zu erschaffen, und die Qualität der generierten Texte ist momentan sehr schlecht. Der Grund liegt in der Natur der KI-Algorithmen, die dazu neigen, mittelmäßige und kreative Inhalte zu produzieren.

KI sollte als Hilfsmittel gesehen werden, das bei teuren und mühsamen Aspekten der Filmproduktion unterstützt, z.B. bei der Ersetzung aufwändiger Spezialeffekte oder der Generierung von temporären Statisten im Hintergrund.

Was sind die menschlichen Kernwerte, die KI niemals kopieren kann?

Affleck betont, dass KI niemals die menschlichen Kernwerte reproduzieren könne, nämlich die künstlerische Ausdruckskraft, die auf echten Lebenserfahrungen basiert.

Damon gibt das Beispiel des bekannten Schauspielers Dwayne Johnson, dessen bewegende Darstellung im Film „The Smashing Machine“ durch seine persönlichen Erfahrungen seines Vaters und die realen Traumata während der Krebserkrankung seiner Mutter geprägt ist.

Bildquelle: Filmszene aus „The Smashing Machine“ mit Dwayne Johnson

Damon erklärt, die Fähigkeit, komplexe Lebenserfahrungen in Kunst umzusetzen, sei ausschließlich menschlich. Kein KI-System könne diese Emotionen dekonstruieren und wiederherstellen. Moderator Joe Rogan meint, mit zunehmender Verbreitung von KI-Technologie werden die Menschen die Werke, die von echten Menschen geschaffen wurden, mehr schätzen.

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Obwohl KI die Produktion erheblich effizienter machen kann, löst generative KI in der Filmindustrie weiterhin kontroverse Diskussionen aus.

Viele Branchenmitarbeiter befürchten, ihre Jobs zu verlieren, und hinterfragen, ob KI-Unternehmen bei der Datenbeschaffung faire Entlohnung für die Kreativen gewährleisten. Affleck weist darauf hin, dass bestehende Gesetze und Gewerkschaftsregelungen bereits eingreifen, um die Rechte der Schauspieler an Namen und Bild vor unbefugter KI-Nutzung zu schützen.

Gleichzeitig integrieren große Hollywood-Studios zunehmend generative KI-Technologien. Netflix nutzt KI bereits bei Originalproduktionen wie der Serie „The Eternaut“ in Argentinien, um Szenen wie den Einsturz von Gebäuden zu erstellen; Amazon baut ein internes KI-Team für Film- und TV-Projekte auf, und Disney hat eine Partnerschaft mit OpenAI geschlossen.

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