Am 12. März gab das Blockchain-Unternehmen Ripple bekannt, dass es eine Partnerschaft mit dem globalen Zahlungsriesen Mastercard eingegangen ist. Gemeinsam mit etwa 85 Unternehmen soll die Anwendung von Kryptowährungen im realen Geschäftsleben vorangetrieben werden. Diese Kooperation ist Teil von Mastercards neuestem „Kryptowährungs-Partnerprogramm“, das darauf abzielt, das weltweite Zahlungsnetzwerk in über 200 Ländern mit Banken, Fintech-Unternehmen und Blockchain-Entwicklern zu verbinden, um digitale Vermögenswerte im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und bei Händlerabrechnungen zu etablieren.
Laut Plan werden die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam auf einer Kooperationsplattform blockchainbasierte Zahlungstools entwickeln und testen, um die Effizienz bei grenzüberschreitenden Geldtransfers zu steigern und Transaktionskosten zu senken. Mastercard erklärte, dass die Bedeutung der Blockchain-Technologie im globalen Zahlungssystem mit wachsendem Bedarf an schnelleren, transparenteren und kostengünstigeren internationalen Zahlungen immer deutlicher werde.
Im Rahmen des Programms wird die Blockchain-Infrastruktur von Ripple eine zentrale Rolle spielen. Das Ripple-Netzwerk unterstützt nahezu sofortige Abrechnungen und weist niedrige Transaktionskosten auf, was es im Bereich grenzüberschreitender Überweisungen und Echtzeit-Zahlungen besonders vorteilhaft macht. Durch die Integration in das bestehende Mastercard-Zahlungssystem können Unternehmen digitale Vermögenswerte nutzen, ohne das bestehende Finanzsystem zu verändern.
Das Kooperationsnetzwerk umfasst außerdem mehrere Digital-Finance-Unternehmen wie PayPal, Circle und führende Krypto-Börsen (CEX). Die teilnehmenden Firmen werden in Pilotprojekten die Funktionsweise digitaler Zahlungssysteme in realen Geschäftsszenarien testen und untersuchen, wie tokenisierte Zahlungen mit traditionellen Zahlungsmethoden kombiniert werden können.
Ripple gab bekannt, dass das Unternehmen die Leistungsfähigkeit der Blockchain-Technologie bereits in der Praxis bei Zahlungsabwicklungen nachgewiesen hat. Allein die mit Stablecoins abgewickelten Zahlungen haben einen Wert von über 100 Milliarden US-Dollar erreicht. Zudem plant Ripple, durch den Erwerb des australischen Zahlungsanbieters BC Payments seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum auszubauen und eine lokale Finanzdienstleistungslizenz zu erhalten.
Zur Unterstützung des langfristigen Wachstums kündigte Ripple außerdem ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von rund 750 Millionen US-Dollar an, um die Kapitalbasis zu stärken und weiterhin in Technologieentwicklung sowie globale Expansion zu investieren.
Mastercard betonte, dass das Partnerprogramm auch Branchen-Workshops und Foren umfassen werde, um Unternehmen bei Fragen zu Compliance, Risikomanagement und grenzüberschreitender Regulierung im Bereich digitaler Vermögenswerte zu unterstützen. Die teilnehmenden Firmen sollen gemeinsam Standards entwickeln, um Systeme zu schaffen, die Mehrwährungs-Transaktionen unterstützen und die regulatorischen Anforderungen verschiedener Länder erfüllen.
Branchenexperten sind der Ansicht, dass die Kombination aus Ripple’s Blockchain-Technologie und Mastercards globalem Zahlungssystem den Übergang der digitalen Vermögenswerte vom Test- in den praktischen Einsatz beschleunigt. Mit zunehmender Beteiligung weiterer Unternehmen könnte die Nutzung von Kryptowährungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, bei Unternehmensabrechnungen und im globalen Zahlungsnetzwerk weiter wachsen.