Am 11. März gab die ghanaische Securities and Exchange Commission (SEC) bekannt, dass sie 11 Kryptowährungsunternehmen die Teilnahme am neuesten regulatorischen Sandbox-Programm des Landes genehmigt hat. Dieser Schritt gilt als bedeutender Meilenstein in der Entwicklung eines digitalen Vermögensregulierungssystems in Ghana. Das Programm basiert auf dem im Dezember 2025 verabschiedeten „Virtual Asset Service Providers Act“ (VASP) und zielt darauf ab, einen klareren regulatorischen Rahmen für die lokale Krypto-Branche zu schaffen sowie innovative Produkte in einer kontrollierten Umgebung zu testen.
Laut Angaben der Aufsichtsbehörde gehören zu den zugelassenen Unternehmen Africoin, Blu Penguin, Goldbod, Hanypay, Hyro Exchange, HSB Global, KoinKoin, Whitebits, Vaulta, XChain und Bsystem. Diese Plattformen werden unter der Aufsicht der SEC tätig sein und müssen gleichzeitig die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einhalten, um die Marktsicherheit und den Schutz der Investoren zu gewährleisten.
Das Sandbox-Programm ist auf eine Dauer von 12 Monaten ausgelegt. Wenn die Unternehmen während der Pilotphase gute Leistungen erbringen und die regulatorischen Anforderungen erfüllen, können sie bereits nach sechs Monaten eine offizielle Betriebsgenehmigung beantragen. Die Behörde betonte, dass die während des Pilotprojekts gesammelten Erfahrungen eine wichtige Grundlage für zukünftige Kryptowährungsregulierungen bilden werden. Gemäß dem VASP-Gesetz müssen alle Anbieter digitaler Vermögenswerte eine Lizenz erhalten oder bei einer ghanaischen Bank oder bei der SEC registriert sein, um legal operieren zu dürfen.
Gleichzeitig beschleunigen internationale Krypto-Unternehmen den Markteintritt in Ghana. Kürzlich kündigte Blockchain.com an, seine Aktivitäten vor Ort auszuweiten und den Aufbau einer Infrastruktur für Krypto-Zahlungen zu priorisieren. Ein Unternehmensvertreter erklärte, dass die hohe Verbreitung mobiler Zahlungen in Ghana und die Integration mit lokalen mobilen Zahlungssystemen die Kernentwicklungsschwerpunkte darstellen werden.
Auf regionaler Ebene expandiert der afrikanische Kryptomarkt rasch. Laut Daten der Blockchain-Analysefirma Chainalysis stiegen die Gesamttransaktionen im südlichen Afrika im Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 52 % auf 205 Milliarden US-Dollar. Nigeria dominiert mit einem Transaktionsvolumen von über 920 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Südafrika, Äthiopien, Kenia und Ghana, die ebenfalls bedeutende Wachstumsregionen darstellen.
Experten sind der Ansicht, dass die Einführung eines regulatorischen Sandboxes und eines Compliance-Rahmens in Ghana die Transparenz und Attraktivität des afrikanischen Digital-Asset-Sektors weiter erhöhen wird. Zudem wird erwartet, dass dies die Entwicklung von Krypto-Zahlungen und Blockchain-Innovationen auf dem lokalen Markt fördert.