Technologieriese Google gab am 11. März Taipei-Zeit offiziell bekannt, dass die Übernahme des bekannten Cloud- und KI-Sicherheitsplattform Wiz abgeschlossen ist. Dieses Transaktionsvolumen von bis zu 32 Milliarden US-Dollar ist nicht nur die größte Akquisition in der Geschichte von Google, sondern markiert auch den größten Exit in der israelischen Tech-Branche aller Zeiten.
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Im entscheidenden Zeitalter der Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing hat das globale Wettrüsten der Tech-Giganten eine neue Stufe erreicht. Nach fast einem Jahr Vorbereitungszeit kündigte Google LLC am Mittwoch (11.3.) offiziell die Übernahme des Cloud-Security-Startups Wiz mit Sitz in New York an. Diese historisch bedeutende Transaktion, die erstmals im März 2025 bekannt wurde und einen Wert von bis zu 32 Milliarden US-Dollar hat, ist nun endgültig abgeschlossen. Sie schockierte nicht nur die Wall Street, sondern veränderte auch die globale Wettbewerbslandschaft im Cloud-Sicherheitsmarkt grundlegend.
Laut offizieller Mitteilung wird Wiz nach der Integration in Google Cloud seine eigenständige Marke und Betriebsweise beibehalten und weiterhin Sicherheitsversprechen gegenüber allen Kunden abgeben. Google-CEO Sundar Pichai erklärte in einer Stellungnahme, dass mit der zunehmenden Migration von Unternehmen und Regierungen in die Cloud sowie der breiten Nutzung generativer KI die Gewährleistung der Netzwerksicherheit von nie dagewesener Bedeutung sei. Er betonte:
„Durch die Kombination von Wiz mit Google Cloud können Organisationen selbstbewusster Innovationen vorantreiben.“
Google Cloud-CEO Thomas Kurian ergänzte, das Ziel der Übernahme sei es, eine „einheitliche Sicherheitsplattform“ zu schaffen, die die leistungsstarken KI-Bedrohungsinformationen von Google mit dem tiefgehenden Cloud-Architektur-Know-how von Wiz verbindet. Dies soll nicht nur die komplexen Aufgaben des Schutzes multi-cloud-basierter Umgebungen erheblich vereinfachen, sondern auch Sicherheitsfachleute dabei unterstützen, neue Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu stoppen, bevor Hacker KI für Angriffe nutzen können.
In einer Zeit, in der Multi-Cloud-Architekturen für Unternehmen zur Norm geworden sind, ist eines der wichtigsten Merkmale dieser Akquisition, dass Wiz seine bewährte „offene“ Strategie beibehält.
Wiz-Mitbegründer und CEO Assaf Rappaport versprach öffentlich, dass die Produktlinie von Wiz weiterhin alle führenden Cloud-Plattformen wie Amazon AWS, Microsoft Azure und Oracle Cloud unterstützen werde. Er betonte:
„Mit der starken KI-Ressourcen und Infrastruktur von Google sind wir in einer besseren Position, um Partnern und Kunden bei der Prävention von Datenlecks mit maschineller Geschwindigkeit zu helfen.“
Neben den technischen Auswirkungen löste dieses milliardenschwere Geschäft auch in der internationalen Finanzwelt Aufsehen aus. Laut israelischen Medien wie Calcalist und The Jerusalem Post ist dies der größte Exit in der Geschichte der israelischen Tech-Entwicklung.
Der 320-Milliarden-US-Dollar-Deal wird voraussichtlich der israelischen Regierung Steuereinnahmen von bis zu 10 Milliarden Schekel (etwa 2,7 Milliarden US-Dollar) bringen. Die vier Kerngründer von Wiz besitzen zusammen etwa 30 % der Anteile, nach Abzug der Steuern erhält jeder voraussichtlich rund 2,2 Milliarden US-Dollar. Hunderten von frühen Mitarbeitern von Wiz winken dadurch Millionärs- oder sogar Milliardärsstatus.
Mit der offiziellen Integration von Wiz in Google befindet sich das Wettrennen der Cloud-Giganten im Sicherheitsbereich in einer neuen Phase. Wie Google die tiefgehende Technologie von Wiz in seine globale KI-Infrastruktur einbinden wird, bleibt ein zentrales Thema, das den Markt weiterhin stark beschäftigen wird.