Erstes Weltraum-Bitcoin-Mining-Unternehmen! Starcloud erhält Unterstützung von NVIDIA und hat GPU-Satelliten ins All geschickt

NVIDIA unterstützt Starcloud bei der Entwicklung von Orbital-Datenzentren und plant, nach dem Start in diesem Jahr mit Weltraum-Bitcoin-Mining zu beginnen, um neue Modelle der Solarenergie-Computing zu erforschen.

NVIDIA unterstützt das Orbital-Datenzentrum-Projekt von Starcloud, das auf Weltraum-Computing setzt

Das von NVIDIA unterstützte Startup Starcloud kündigte an, nach dem Start des zweiten Satelliten in diesem Jahr mit dem Bitcoin-Mining im All zu beginnen. Das Unternehmen erklärte, dass Starcloud, wenn alles planmäßig verläuft, das weltweit erste Unternehmen sein wird, das im All Bitcoin schürft. CEO Philip Johnston sagte auf der Plattform X, dass Weltraum-Computing allmählich zur neuen Infrastruktur wird und Bitcoin-Mining eine der attraktivsten Anwendungen sei. Das Unternehmen möchte durch das Orbital-Datenzentrum Rechenleistung bereitstellen und gleichzeitig die Nutzung von Weltraumenergie für Kryptowährungs-Mining erforschen.

Bildquelle: X/@PhilipJohnston CEO von Starcloud Philip Johnston auf X: „Weltraum-Computing wird nach und nach zur neuen Infrastruktur, und Bitcoin-Mining ist eine der attraktivsten Anwendungen.“

Starcloud wurde Anfang 2024 gegründet und verfolgt das Ziel, große Datenzentren in der Erdumlaufbahn zu errichten, um den Energiebedarf für das rapide wachsende KI- und Hochleistungsrechnen zu decken. Im November 2025 gelang es dem Unternehmen, eine Satellitenmission mit NVIDIA H100 GPU an Bord erfolgreich ins All zu schicken, was das erste System ist, das hochentwickelte KI-GPUs im Weltraum betreibt.

Das geplante Orbital-Datenzentrum soll aus etwa 88.000 Satelliten bestehen, die hauptsächlich durch Solarenergie betrieben werden und ein verteiltes Rechennetzwerk über Satelliten bilden. Diese Architektur gilt als potenzielle Lösung für zukünftige KI- und Hochleistungsrechenanwendungen.

ASIC-Miner mit Effizienzvorteil, Weltraum-Mining wird kostengünstiger

Starcloud ist der Ansicht, dass einer der wichtigsten Gründe für den Einsatz im Weltraum beim Bitcoin-Mining die Energieeffizienz und Kostenvorteile von ASIC-Mining-Hardware sind. Philip Johnston erklärte, dass ASIC-Miner im Vergleich zu GPUs, die für KI genutzt werden, deutlich günstiger im Energieverbrauch sind. Nach aktuellen Marktpreisen kostet eine NVIDIA B200 GPU mit etwa 1 kW Verbrauch rund 30.000 USD, während ein gleichstarker ASIC-Miner nur etwa 1.000 USD kostet.

Dieser Kostenunterschied bedeutet, dass im Weltraum eingesetzte ASIC-Miner mit geringeren Kosten große Rechenkapazitäten bereitstellen können. Johnston ist überzeugt, dass das Bitcoin-Mining im All wirtschaftlich deutlich effizienter sein wird als auf der Erde.

Derzeit verbraucht die globale Bitcoin-Mining-Industrie etwa 20 GW Strom. Mit einer Expansion der Weltraum-Datenzentren könnten Teile des Minings in den Orbit verlagert werden. Daher sieht Starcloud das Bitcoin-Mining als eine wichtige Anwendung für Weltraum-Computing und will gleichzeitig die Energie- und Rechenmodelle der Orbital-Datenzentren testen.

Weltraum-Computing und Kryptowährungen: Erforschung interplanetarer Finanzinfrastruktur

Mit dem zunehmenden Zusammenspiel von Weltraum-Computing und Blockchain-Technologie beginnen einige Tech-Unternehmen, interplanetare digitale Asset-Transfers zu erforschen. Letztes Jahr schlugen die Tech-Entrepreneure Jose E. Puente und Carlos Puente eine Theorie vor, dass Bitcoin-Transaktionen über optische Kommunikationsketten von NASA oder Starlink sowie ein neues interplanetares Zeitstempel-System zwischen Erde und Mars übertragen werden könnten.

Bildquelle: Arxiv Die Tech-Unternehmer Jose E. Puente und Carlos Puente schlagen vor, Bitcoin-Transaktionen über NASA- oder Starlink-Optik-Kommunikationsketten zwischen Erde und Mars zu übertragen.

Im Idealfall könnten Bitcoin-Transaktionen via Satelliten, Mond-Relaisstationen oder Deep-Space-Kommunikationsnetzwerke übertragen werden, wobei die Übertragungszeit bis zu 3 Minuten betragen könnte. Forscher weisen jedoch darauf hin, dass aufgrund der hohen Latenz zwischen Erde und Mars das Mining auf dem Mars derzeit nicht praktisch umsetzbar ist.

Diese Konzepte zeigen, dass die Verbindung zwischen Kryptowährungen und Weltraumkommunikation zu einem neuen Forschungsfeld wird, das künftig eine interplanetare digitale Finanzinfrastruktur ermöglichen könnte.

Mining-Industrie unter Druck, Weltraumenergie als neue Option

In den letzten Monaten hat sich die Profitabilität der Bitcoin-Mining-Industrie verringert. Der Bitcoin-Preis fiel seit dem Hoch von etwa 126.000 USD im Oktober 2025 um fast 48 %, was zu erheblichen Marktschwankungen führte. Gleichzeitig erreichte die Mining-Schwierigkeit im November 2025 mit etwa 155,9 Billionen einen Höchststand, sank aber inzwischen auf rund 145 Billionen, ein Rückgang von etwa 7 %. Der Rückgang der Schwierigkeit bietet Minern kurzfristig Erleichterung, die Gesamtkosten bleiben jedoch hoch.

Angesichts steigender Energiekosten und Infrastrukturforderungen beginnen einige Unternehmen, neue Rechen- und Energiekonzepte zu erforschen. Das von Starcloud vorangetriebene Weltraum-Datenzentrum-Projekt versucht, Solarenergie mit orbitaler Rechenleistung zu kombinieren, um eine Alternative für den energieintensiven Rechenbedarf zu bieten.

Mit wachsendem Bedarf an KI-Computing und Kryptowährungs-Mining wird die Frage, ob Weltraum-Computing künftig Teil der Infrastruktur sein kann, zunehmend in der Tech- und Finanzbranche diskutiert.

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